Geilenkirchen - Umweltprojekt an St. Ursula: Mülltrennung hautnah

Umweltprojekt an St. Ursula: Mülltrennung hautnah

Von: Georg Schmitz
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Was gehört wohin? Den Schülerinnen und Schülern der 5er und 6er Klassen wird vom Q1-Projektteam das System der Mülltrennung vermittelt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Müllvermeidung und Nachhaltigkeit sind Ziele eines Umweltprojekts der Stufe Q1 des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula. Erfahrungen damit werden auch gerne weitergegeben.

Im November vergangenen Jahres hatten sich Julia Kohlhaas, Malte Bürgstein, Dominik Diesburg, Arne Hensgens, Pascal Hillemacher, Fabrice Manczak und Niroshen Panchalingam anlässlich des Projektkurs Erdkunde mit dem Nachhaltigkeitsmotto „Schule der Zukunft“ der Natur- und Umweltschutzakademie des Landes NRW befasst. Damit legte das Projektteam um Kurslehrer Tobias Bleimann den Grundstein für weitere Aktionen am Gymnasium.

Die Schülerinnen und Schüler erkannten schnell das Problem des „Wilden Mülls“, das bei einer Aufräumaktion entlang der Wurm seine Bestätigung fand. Aufkleber der Naturschutzjugend, die die bundesweite Kampagne „Trashbusters“ ins Leben gerufen hatten, wurden vom St.-Ursula-Team während der Säuberungsaktion sichtbar angebracht. „Müll‘ mich nicht voll – wir haben gerade aufgeräumt“, ermahnte an einen sinnvollen Umgang mit der Natur.

Auch auf dem Schulgelände wird vieles achtlos weggeworfen, und dem möchten die „Müllpolizisten“ des Q1 entgegenwirken. Deshalb wollen sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf einen umweltschonenden Umgang mit Wegwerfmaterialien einstimmen. „Wir werden je zwei Schüler aus den 5er und 6er Klassen zu Müll- und Energieexperten ausbilden“, erläutert Tobias Bleimann das weitere Vorgehen.

Zielgerichtet sollen die jüngeren Gymnasiasten zunächst mit den Themenschwerpunkten „Müllvermeidung“ und „Mülltrennung“ vertraut gemacht werden. Daneben wird auch Müllrecycling im Unterricht behandelt. Die sieben Schüler des Projektkurses haben einen Arbeitsplan erstellt, nach dem sie vorgehen wollen. Aktuell trafen sie auf die Azubis aus den fünften und sechsten Klassen, denen sie nun die sinnlose Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft vor Augen halten wollen.

Dazu wird erst einmal ein Mülltrennsystem am St.-Ursula-Gymnasium eingeführt. In einem ersten Schritt werden neue Behälter für Papier besorgt und vorhandene Mülleimer beschriftet.

Aufmerksam lauschten jetzt die Fünft- und Sechstklässler den sieben jungen Fachleuten, die allerhand Abfall auf einem Tisch ausgebreitet hatten. „Plastik zu Plastik“, „Papier zu Papier“ und „Restmüll zu Restmüll“ – schnell war klar, was wohin gehört. An den vier Stationen Müllvermeidung, Mülltrennung, Bioabfall und Recycling wurden die entsprechenden Aufgaben von der Projektgruppe behandelt. „Wir wollen das Thema bewusst machen“, sagt Tobias Bleimann. Das werde eine Zeit dauern, aber mit ein bisschen gutem Willen würden die Jugendlichen das System verinnerlichen.

Die von den Projektteilnehmern des Q1 ausgebildeten jüngeren Schülerinnen und Schüler sollen nun in der Funktion eines Müllexperten ihrer Klassenkameradinnen und -kameraden das erlernte Wissen weiter vermitteln. Nach den Osterferien startet am St.-Ursula-Gymnasium dann ein Mülltrennwettbewerb. Hierzu wird der Projektkurs die Mülleimer genau und streng kontrollieren.

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