Umgestaltung der City sorgt für geteilte Meinungen.

Von: Georg Schmitz und Stefan Schaum
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Hallo Wurm, wo bist Du denn? D
Hallo Wurm, wo bist Du denn? Das Wasser ist unter der Scheibe des „Wurmfensters” nicht immer gut erkennbar. Foto: Stefan Schaum

Geilenkirchen. Verändert hat sich vieles: Es gibt jetzt einen neuen Kreisverkehr, andere Fahrtrichtungen, mehr Raum für Fußgänger und eine moderne Platzarchitektur.

Im Lauf von drei Jahren haben Bagger an so mancher Stelle in der Geilenkirchener Innenstadt kräftig gebuddelt und ihr nach und nach ein neues Gesicht gegeben.

Doch längst nicht jeder hat diese Dauerbaustelle begrüßt, so mancher Händler klagte angesichts der Umleitungen lautstark über Umsatzeinbußen. Und nun? Stimmt das Ergebnis wenigstens, hat die Investition sich überhaupt gelohnt? Wie sehen die Geilenkirchener ihre neue Einkaufsmeile heute?

Sie sehen sie mit gemischten Gefühlen. Rentner Heinz Leufen spart zunächst nicht mit Lob. Er findet das Gesamtbild nämlich rundum gelungen. „Die Stadt hat sich positiv verändert, die Bepflanzung finde ich toll.”

Für Fußgänger und besonders für Kinder sei die 20-Stundenkilometer-Regelung in der Stadtmitte ein Aspekt der Sicherheit. Auch das Einkaufszentrum findet der Geilenkirchener in Ordnung: „Wenn ich etwas ich in Geilenkirchen einkaufen kann, dann muss ich dafür nicht extra nach Aachen zu fahren”.

Ein Detail in der Innenstadt findet er jedoch überflüssig: „Das Wurmfenster hätte nicht sein müssen!” An dem stößt sich überhaupt so mancher. Weil man die Wurm unter der häufig beschlagenen und reflektierenden Glasscheibe nur selten fließen sieht. Weil der eckige Kasten unschön ins Auge springt.

Weil er zu viel Platz auf dem Gehsteig beansprucht. Eine Dame findet das Ding „derart scheußlich-schön”, dass sie es mit ihrer Kamera ablichtet, um es anschließend mittels Bildbearbeitungs-Software „irgendwie schön zu machen.” Jetzt, wo das Geld dafür ausgegeben sei, „muss man das Teil doch wenigstens mit Humor nehmen können”

Jugendliche haben ihre eigene Auffassung von der Neugestaltung. Pia Hensen aus Beeck findet den Ausbau zwar schön, hat aber recht persönliche Probleme mit dem Schulweg zum St.-Ursula-Gymnasium: „Das Pflaster ist so holprig, dass ich zur Schule keine hohen Schuhe mehr anziehen kann.”

Ihre Mitschülerin Rosa Köster findet, „dass Geilenkirchen zu wenig Aktivitäten für Jugendliche bietet. Der Umbau ist gut, aber er kam eigentlich zu spät.” Auch sie findet „dieses Wurmloch” übrigens „eher seltsam”.

Den Jugendlichen habe Geilenkirchen insgesamt wenig zu bieten - das meint auch Ann-Sofie Clemens aus Kraudorf. „Die neue Gestaltung gefällt mir aber ganz gut, die Innenstadt ist moderner und rund um die Parkplätze auch viel grüner geworden.” Mitschülerin Anne Nobis aus Pütt findet die City „ganz nett. Allerdings gibt es hier leider kaum Geschäfte für Jugendliche.”
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