Übach-Palenberg - Überfälle und Vandalismus: Die Politik will mehr Polizei

Überfälle und Vandalismus: Die Politik will mehr Polizei

Von: Manfred Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Das soll sich ändern: Die Polizei soll in Übach-Palenberg präsenter sein, wünscht sich die Politik. Foto: mabie

Übach-Palenberg. Es waren vor allem Anträge aus den Fraktionen, die am Donnerstagabend den Übach-Palenberger Stadtrat beschäftigten. So der Antrag der UWG, die Verwaltung möge unverzüglich Gespräche mit dem Kreis Heinsberg aufnehmen, um die Polizeistelle am Rathaus personell besser auszustatten.

Die Fraktionsvorsitzende Corinna Weinhold begründete den Antrag unter anderem mit den Feststellungen, dass weder nachts noch an Wochenenden die Außenstelle besetzt sei und dass „Überfälle, Einbrüche und Vandalismus in jüngster Vergangenheit erschreckend zugenommen haben“.

Weil dieser Antrag vernünftig sei, unterstütze die CDU-FDP-USPD-Koalition ihn, sagte Wolfgang Gudduschat, und sowohl die SPD als auch die Grünen sahen das ähnlich. Für die SPD regte Heiner Weißborn zusätzlich an, die Verwaltung möge sich zeitnah darum bemühen, dass ein Vertreter der Kreispolizeibehörde den Rat über die Polizeipräsenz in der Stadt unterrichtet. Auch die Grünen stimmten dem Antrag zu, allerdings stieß sich Rainer Rißmayer an der Formulierung „erschreckende Zunahme“ bei den aufgezählten Straftaten. „Ich kann noch keine Zustände wie Sodom und Gomorrha in Übach-Palenberg feststellen“, sagte der Grünen-Sprecher.

Bei den Gegenstimmen der UWG folgte der Rat auch dem Antrag der CDU, den Platz vor dem Mehrgenerationenhaus in Palenberg (altes Bahnhofsgebäude) zum „Konrad-Adenauer-Platz“ zu machen. Der 140. Geburtstag des ersten deutschen Bundeskanzlers sei ein guter Anlass dazu, hieß es in der Begründung. Während Corinna Weinhold für die UWG meinte, es gebe bereits mehr als 3600 nach Adenauer benannte Plätze oder Straßen in Deutschland und man solle lieber an „verdiente Menschen aus unseren Reihen“ wie zum Beispiel Max Gärtner (Bürgermeister von 1964 bis 1972) erinnern, stimmten SPD und Grüne nach kurzen Anmerkungen zu. Weißborn wollte sichergestellt wissen, dass sich abgesehen vom Mehrgenerationenhaus für Anlieger keine Adressenänderungen ergeben.

Einstimmigkeit gab es beim SPD-Antrag, die Möglichkeiten für Parkausweise für die Anwohner der Straßen „Em Koddes“ und Rathausplatz zu prüfen. Weißborn begründete den Antrag damit, dass beim geplanten Bau des Boardinghauses an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße und An der Linde Parkplätze wegfallen werden. Genau um diese Pläne ging es ebenfalls im Rat, wobei die Mehrheit wie schon im Haupt- und Finanzausschuss der notwendigen Änderung des Bebauungsplans Rathausplatz zustimmte. Zu den sechs Nein-Stimmen zählte auch die von Weißborn, dem jedoch nicht alle SPD-Ratsmitglieder folgten.

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