Übach-Palenberger hilft im Hochwassergebiet

Von: mabie
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Patrick Kohnen aus Übach-Palenberg hat spontan eine Hilfsaktion für die Flutopfer im Osten Deutschlands auf die Beine gestellt und packt schon jetzt die Kartons mit Hilfsgütern. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Patrick Kohnen hat zurzeit dunkle Ränder um die Augen. „Seit ich mit der Flutopferhilfe angefangen habe, komme ich nicht mehr zur Ruhe“, sagt er und lächelt müde. Der Startschuss fiel am Montagabend um 20 Uhr via Facebook-Account seiner Firma „Kohnen Rescue Service“.

Der 29-Jährige ist als ausgebildeter Rettungssanitäter, ehemaliger Soldat und Feuerwehrmann ein Profi in Sachen Helfen, bietet kommerzielle Sanitätertätigkeiten an. Angesichts des Elends, das sich vor allem im Osten Deutschlands nach der Flutkatastrophe zu entwickeln droht, entschloss er sich kurzfristig, seine Ressourcen in diesem Bereich in den freiwilligen Dienst für die gute Sache zu stellen. „Ich habe mit der Koordinierungsstelle in Magdeburg telefoniert und die Menschen dort waren sehr froh, dass sie von uns unterstützt werden“, sagt er.

Eigentlich, so der Rettungsprofi weiter, habe er erwartet, dass die Hilfe dort auf volle Lager zurückgreifen kann und er nur einer unter vielen Helfern ist. Das Gegenteil sei aber der Fall. „Ich habe ein ganz dickes Lob bekommen vom Krisenstab in Magdeburg, die Frau am Telefon war zu Tränen gerührt und auch mich hat das nicht kaltgelassen“, sagt er. In seinen zehn Jahren als Rettungssanitäter habe er schon einiges an Not und Elend gesehen, sagt er, aber die Dankbarkeit der Menschen habe ihn bewegt.

Bewegen wird Patrick Kohnen auch in der Stadt Übach-Palenberg etwas. „So hat uns die Familie Spiertz die Rockfabrik schnell und problemlos als Zwischenlager vor allem für die größeren Spenden zur Verfügung gestellt und ein ortsansässiger Spediteur wird sich um den Transport kümmern“, berichtet Kohnen. Ein Anruf bei Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch genügte, und dieser war fünf Minuten später ebenfalls mit im Boot, um den Menschen in den Flutgebieten zu helfen.

Gebraucht werden vor allem Möbel, Babyausstattung und -verpflegung, Kochgeschirr und Bekleidung. „Und mir sind die Umzugskartons ausgegangen, die brauche ich auch ganz dringend“, sagt Kohnen.

Helfer sind natürlich auch willkommen, vor allem am Wochenende des 21. und 22. Juni, wenn die Lkw mit den Hilfsmitteln verpackt und in Richtung Magdeburg geschickt werden. Ziel ist die Morgenstraße 10 und Kohnen wird ganz sicher dabei sein.

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