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Team aus Jung und Alt bringt das Jugendzentrum auf Vordermann

Von: Markus Bienwald
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Marcel Busacker, Michel Winkens, Tim Schaefer und Manfred Kroker (v.l.) arbeiten gemeinsam daran, den alten Kicker wieder in Schuss zu bringen, ohne dabei die städtische Kasse oder die des Vereins Funtasie zu strapazieren. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Manfred Kroker ist das, was landläufig als handwerklich begabt gilt. Der 73-jährige Rentner packt gerne mit an, und deshalb war es für ihn keine Frage, mitzuhelfen, wenn im städtischen Jugendzentrum Arbeit wartet.

Denn die Einrichtung am Palenberger Bahnhof, in der sich Jugendliche treffen können, ist sicherlich eine Perle im Angebot der Stadt Übach-Palenberg. Gemeinsam mit dem benachbarten Seniorenzentrum darf der Ort sogar das Label „Mehrgenerationenhaus“ (MGH) tragen.

Genau diesen Gedanken – Generationen zu verbinden – leben jetzt Menschen, die hauptberuflich und freiwillig sehr mit dieser Einrichtung verbunden sind. Denn Manfred, wie sie ihn hier alle nur nennen, ist Teil einer Gruppe, die sich über den Stadtverband der SPD zusammengefunden hat, um das zu regeln, was im MGH nicht per Antrag zu regeln ist.

„Der Kicker war schon länger in einem erbärmlichen Zustand“, sagt Manfred, „wir restaurieren ihn, damit die Jugendlichen auch weiterhin ihren Spaß damit haben können.“ Wir, das sind auch Michel Winkens, Lars Kleinsteuber und Marcel Busacker. „Ich helfe, wo ich helfen kann, und das macht mir Spaß“, sagt Marcel. Und Michel, der immer zur Stelle ist, wenn etwas zu tun ist, pflichtet ihm bei. „Das Ding sieht etwas heruntergekommen aus“, sagt er über den Kicker.

Und damit das anders wird, ohne die städtische Kasse oder die des Vereins Funtasie im Jugendzentrum zu strapazieren, packt er selbst mit an. So wurde bereits die lange Zeit zerschlagene und abgesplitterte Glasplatte des Spielgerätes durch eine neue ersetzt. Jetzt rollt der Ball wieder statt zu hüpfen, und dem Spielgenuss steht nicht mehr viel im Wege.

„Nur sparen bringt es ja nicht“, findet Lars Kleinsteuber, der auch die politische Komponente des freiwilligen Tuns im Blick hat. „Scheinbar hat das die Stadt vergessen“, kritisiert der 16-Jährige, bevor er gemeinsam mit den anderen den ersten Testball über die erneuerte Platte flitzen lässt.

Und so strahlt auch Tim Schaefer, der Hauptamtliche vom städtischen Jugendzentrum. Für ihn ist der Kicker, wenn er nicht vernünftig genutzt werden kann, nur ein Einrichtungsgegenstand. „Wenn er komplett repariert ist, wird er von unseren Jugendlichen sicher wieder mehr genutzt“, vermutet Tim.

Denn ganz fertig ist der Kicker nicht, so müssen noch neue Scharniere angebracht werden und ein paar neue Ausstattungsdetails und Bälle fehlen noch. Außerdem gibt es sicherlich noch mehr Baustellen im Jugendzentrum am Palenberger Bahnhof für das freiwillige Team, das gerne gemeinsam anpackt, ohne darauf zu gucken, wie alt die anderen sind.

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