Übach-Palenberg gehört jetzt zum Kreis der Bockreitergemeinden

Von: mabie
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Die Bockreiterfahne durfte in den Händen von Rainald Folz nun erstmals im Übach-Palenberger Wind wehen, Catharina Scholtens und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch freuten sich über die Ernennung zur Bockreiter-Gemeinde, und Josef Fröschen von der CDU (v.l.) steuerte den Straßennamen bei. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Von den Reichen etwas zu nehmen, um es den Armen zu geben: Das war der Annahme nach der geschichtliche Antrieb der Bockreiter. Die machten sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in unseren Breiten zumindest unter den wohlhabenden Zeitgenossen mit dieser Zielsetzung keine Freunde und wurden dementsprechend verfolgt.

Die 2003 gegründete, euregionale und gemeinnützige Bockreiter-Genossenschaft greift diesen Gedanken auf und will das kulturelle Erbe der Bockreiter bewahren. „Darum freuen wir uns über jede Kommune, die in unsere inzwischen über 35 Städte und Gemeinden starke Gemeinschaft aufgenommen wird“, so Catharina Scholtens von der Genossenschaft. Übach-Palenberg gehört nun wie auch die Nachbarn Alsdorf und Herzogenrath seit kurzem dazu.

Dass es in Übach-Palenberg rund um den Fabrikkomplex von Schokoladen- und Brotfabrik auch verkehrlich stramm zugeht, das wissen die Verantwortlichen aus der Stadt nicht erst seit dem eigenen Brückenbau und dem stetig wachsenden Gelände nur zu genau. „Es gibt auch viele Kraftfahrer, die nach der Fabrik suchen, sie aber nicht finden, weil die offizielle Verbindungsstraße bislang keinen Namen hatte“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU). Das ist nun anders, denn dank der Idee von Ratsherr und Boschelner Urgestein Josef Fröschen (CDU) gibt es nun auch eine Bockreiterstraße. Es handelt sich um die L225, die Baesweiler mit Übach-Palenberg verbindet.

Und noch eine neue Straße gibt es: Am ebenfalls bislang namenlosen Abzweig in Richtung Beggendorf prangt nun das Straßenschild „Am Moldfeld“, eine Bezeichnung, die ebenfalls Josef Fröschen eingefallen ist. Und während der Bürgermeister noch hinzufügt, dass der dort befindliche Bauernhof nun dank des Straßennamens auch einen Telefonanschluss beantragen könne, holten Catharina Scholtens und Rainald Folz von der Bockreiter-Genossenschaft neben einer Ernennungsurkunde noch eine Fahne als Geschenk an die Stadtoberen heraus. „Immer daran denken: Diese Fahne muss am 11. Mai gehisst werden“, erinnerte Folz. Denn just an diesem Datum im Jahr 1772 wurde Josef Kirchhoffs, Kopf der Bockreiterbande, hingerichtet.

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