Übach-Palenberg - Ü-Bad: Bürgermeister Jungnitsch spekuliert über den Erhalt

Ü-Bad: Bürgermeister Jungnitsch spekuliert über den Erhalt

Von: Markus Bienwald
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Was wird aus dem Ü-Bad? Auf der jüngsten Versammlung der Schwimmabteilung des VfR spekulierte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch über eine mögliche Lösung zum Erhalt des Bades. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. Wer sich wie die rund 80 Anwesenden am Freitagabend in der ehemaligen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) die Mühe machte, genau den Worten von Bürgermeister und Versammlungsleiter Wolfgang Jungnitsch zu lauschen, durfte ein paar sehr konkrete Worte zum Erhalt des Ü-Bades vernehmen. Bisher machte der Verwaltungschef eher vage zu nennende Aussagen, die aber alle darauf hinausliefen, das Bad zu erhalten.

Diesen Satz sagte er auch dieses Mal wieder, allerdings spekulierte er offen darüber, wie es der Stärkungspaktkommune Übach-Palenberg gelingen kann, sich die rund 600.000 Euro Kosten per anno zu leisten.

So dachte Jungnitsch laut darüber nach, dass die Stadt mit einer eigenen Wassergesellschaft, die ihr Wasser beispielsweise vom limburgischen Wasserunternehmen WML (Waterleiding Maatschappij Limburg), vom Verbandswasserwerk Gangelt oder vom bisherigen Konzessionsinhaber enwor zu einem günstigeren Preis bezieht, ja Gewinne erwirtschaften könnte.

„Bisher ist es so, dass die Kommunen der Städteregion mit Übach-Palenberger Geldern subventioniert werden“, so Jungnitsch. Dies erklärte er damit, dass die durch den Wasserverkauf erwirtschafteten Gewinne ja nicht in der Abnehmerstadt Übach-Palenberg bleiben, sondern von der enwor in der Städteregion Aachen investiert würden.

„Wenn man aber mehrere Anbieter hat, kann man mit einem eigenen Wasserunternehmen einen günstigeren Preis herausholen und Erträge kommen dem Haushalt der Stadt zu“, schloss er den ersten Teil seines Gedankenspiels.

Jungnitsch machte in seinen Worten eine bewusste Pause, er wollte an diesem Abend keinen direkten Zusammenhang zwischen der neuen Wasserkonstellation in der Stadt und dem Baderhalt machen. „Natürlich kann man aber Erträge, die in der Stadt erwirtschaftet werden, in den Haushalt investieren und so beispielsweise das Bad refinanzieren“, sagte er.

Und mehr noch: Er bekräftigte, dass er auch als Pensionär seine Bahnen im Ü-Bad ziehen will. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Rat der Stadt Übach-Palenberg dem, was wir da ausarbeiten werden, zustimmt.“

Damit war es aber genug der Politik an diesem eigentlich den Schwimmern vorbehaltenen Abend. Da aber der zur Versammlung aus gesundheitlichen Gründen nicht erschienene Vorsitzende Manfred Ehmig – übrigens war es das erste Mal in 40 Jahren Vorstandsarbeit für die Schwimmer, dass Ehmig nicht teilnahm – im Berichtsheft weitere Ausführungen dazu wünschte, wie das Bad gerettet werden könnte, durfte dieses Maß an Politik dennoch nicht fehlen.

Dazu passte auch, dass die Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg, die aktuell 959 Mitglieder zählt, trotz gesunder Finanzen zum ersten Mal seit neun Jahren die Beiträge erhöhen musste. Dies wurde einstimmig beschlossen und wurde, so Tim Böven als Sprecher des Vorstandes, notwendig, weil die Umlagen an den Gesamtverein VfR Übach-Palenberg wegen gesunkener städtischer Zuschüsse höher ausfallen als bisher.

Übrigens lohnt sich für den größten Schwimmverein im Bezirk Aachen ein Ausstieg aus dem VfR-Gebilde nicht, „dann würden wir nicht nur finanziell und materiell alles verlieren, wir müssten komplett bei Null anfangen, auch in Sachen Ausstattung“.

Das kam natürlich nicht infrage, und so dürfte sich der Vorsitzende Manfred Ehmig, der übrigens nach Ablauf seiner aktuellen Amtszeit im Jahr 2016 seinen endgültigen Rückzug als Vorsitzender bereits angekündigt hat, über eine harmonische Versammlung gefreut haben.

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