Trotz „weißer Flecken“: Internetausbau schreitet voran

Von: Markus Bienwald
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Der für Planung und Netzausbau zuständige Telekom-Mitarbeiter Herbert Müller erläutert den Inhalt eines Multifunktionsgehäuses, in dem Kupfer- und Lichtleitertechnik aufeinandertreffen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Die Zahlen klingen beeindruckend: 18.000 Haushalten in Geilenkirchen und Übach-Palenberg wird jetzt über den bestehenden Telekom-Hausanschluss die Chance auf schnelle Internetzugänge geboten.

„Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s sind möglich“, so Herbert Müller, verantwortlich für Planung und Netzausbau bei der Telekom. Das gilt für nahezu alle Anschlüsse im Bereich der Vorwahl 02451, was beide Städte einschließt. „Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind“, wirbt Müller. Die Zahl der Haushalte entfalle dabei je zur Hälfte auf Geilenkirchen und auf Übach-Palenberg.

Durch die unterschiedlichen Strukturen der beiden Städte, aber auch durch die unterschiedlichen Flächen beider Kommunen war der Aufwand allerdings nicht genau gleich. So mussten in Geilenkirchen 28 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, derer 15 waren es in der Nachbarstadt. Dort wurden insgesamt 34 der so genannten Multifunktionsgehäuse (MFG) installiert, 45 MFGs für die nötige Anschlusstechnik waren in Geilenkirchen vonnöten.

Mit freundlichen Grüßen an die Telekom ist es für die Kunden allerdings nicht getan, „die neuen Anschlüsse sind nicht automatisch freigeschaltet, sondern müssen gebucht werden“, erklärt Müller weiter. Als lokalen Partner für alles hinter dem Netzanschluss, der übrigens schnell und bürgersteigschonend teils per Bohrspülverfahren ohne große Baugruben umgesetzt wurde, konnte Joost Heinen von der Firma Heko in Geilenkirchen gewonnen werden.

Herbert Müller freute sich über die gute Zusammenarbeit vor Ort und auch darüber, dass die bestehenden Hausanschlüsse Teil des so genannten Vectoring-Verfahrens sind. Vectoring ist ein Datenturbo aus dem VDSL-Netz und nutzt vom per Lichtleiter angebundenen MFG aus die letzten Kupfermeter in den jeweiligen Hausanschluss. Mit dem Resultat, dass das maximale Download-Tempo sich auf bis zu 100 Mbit pro Sekunde im Vergleich zur bisherigen Technik verdoppelt, beim Heraufladen wird mit dann 40 Mbit/s ein vervierfachtes Tempo erreicht. Darüber sind mit der kommenden Generation „Super-Vectoring“ mögliche Bandbreiten von 250 Mbit/s geplant, wie Herbert Müller ankündigt.

Was den Aufbau beim aktuellen Ausbaustand nicht berücksichtigter Gebiete betrifft, bittet Regionalmanager Stefan Preis um Geduld. „Früher oder später sind wir vor Ort“, sagte er, „und vielleicht hat ja auch ein Mitbewerber Interesse an diesen Gebieten“. Klar ist, dass die „weißen Flecken“, die sowohl Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch aus Übach-Palenberg als auch der stellvertretende Bürgermeister von Geilenkirchen, Leo Kuhn, in den jeweiligen Städten ausmachen, in absehbarer Zeit verschwinden sollen. Dann könnte der Standortfaktor Internet keine Frage des Wohnortes mehr sein.

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