Träumerei bei hellwachen Noten: Konzert in der Bürgerhalle

Von: agsb
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Volle Konzentration und beste Vorbereitung beim Musikverein Langbroich-Harzelt zahlte sich aus. Das Konzert geriet zu einem Auftritt „erster Klasse”. Foto: agsb

Gangelt-Langbroich. Schönes Frühlingswetter, eine ausverkaufte Bürgerhalle und ein vielseitiges Programm - dies waren allerbeste Voraussetzungen für einen schönen Konzertabend.

Und aus dem schönen Musikabend wurde am Ende ein grandioses Konzerterlebnis, das man so schnell in Langbroich-Harzelt nicht vergessen wird. Dirigent Rainer Tegtmeyer betreibt mit seinem Orchester offenbar Leistungssteigerung.

Schon beim Eröffnungsmarsch wurde das deutlich, und es war schwer unüberhörbar, dass die 32 Musikerinnen und Musiker mehr als „gut drauf” waren. Die Begeisterung beim Spielen war unverkennbar.

Bravourös gemeistert

Mit gewisser Leichtigkeit startete der Musikverein in den Konzertabend. Und die Solisten wurden gleich gefordert, denn nach dem Eröffnungsmarsch stand Klassik auf dem Programm; mit Bravour meisterten die Musiker diese Herausforderung. Die Fanfaren schienen durch die Halle zu schweben.

Solistin Tina Philippen stand danach im Rampenlicht, ließ sich kein Lampenfieber anmerken und war hochkonzentriert. Rainer Tegtmeyer führte mit Gefühl, mit besonderer Hingabe spielte Tina Philippen ihr Alt-Saxophon.

Frühling mit James Last

Als Höhepunkt in ersten Programmteil trumpfte das Orchester mit Traummelodien von James Last auf. „Augen zu und einfach nur träumen” - viele Musikfreunde ließen sich von der Stimmung einfangen, vom Last´schen „ewigen Frühling” inspirieren.

Das Ensemble hatte sich danach - verabschiedet mit vielen Bravo-Rufen - eine kleine Pause verdient. Das Jugendorchester übernahm; man lauschte gespannt. Wer einen falschen Ton erwartet hatte, „hörte” sich getäuscht. Der Nachwuchs begeisterte wie die Großen, und Dirigent Rainer Tegtmeyer wurde bereits an dieser Stelle zum „Strahlemann” des Abends.

Nach der Pausenstärkung kam weitere Bewegung ins Ensemble. Die Eröffnung zum dritten Akt überraschte das Publikum einmal mehr, als das Orchester zum „Tanz” einlud: „Der mit dem Wolf tanzt” hieß die Filmmusik, zu der auf einer Leinwand Highlights dieses Klassikers gezeigt wurden.

Was das Ensemble dann unter dem Programmteil Musical bot, wird ebenso unvergessen bleiben. Der Musikverein intonierte eine Hauptrolle aus dem „Starlight Express”, holte das erfolgreichste Musical Europas nach Langbroich-Harzelt.

Wie gibt man das nach Noten weiter: Ein Kind soll endlich seine Eisenbahn beiseite legen und schlafen? Die Folge ist ein besonderer Traum mit vielen lebendigen Lokomotiven und Eisenbahnwaggons. Die Musikfreunde brauchten ihre Augen nicht zu schließen, denn plötzlich rollten wahrhaftig „Lokomotiven” durch die Halle. Mitglieder des Jugendorchesters düsten verkleidet und auf Inline-Skatern durch die Halle - ein umjubelter Einfall.

Glenn Miller lebte auf

Danach brachte Rockmusik die Solisten wie auch Gäste in Wallung. Jazzmusiker und Komponist Glenn Miller schien wenig später leibhaftig auf der Bühne zu stehen. Klassiker wie „In The Mood” oder „Pennsylvania” blieb im Ohr.

Fazit einer außergewöhnlichen Aufführung: Langbroich-Harzelt erlebte eine Musiknacht der Extraklasse, eigentlich ein „Best of Musikverein”.
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