Geilenkirchen - Trabi-Treff Niederheid: Zwickauer Produkt fasziniert immer noch

Trabi-Treff Niederheid: Zwickauer Produkt fasziniert immer noch

Von: g.s.
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Beim Treffen der Freunde Zwickauer Fahrzeugherstellung geht es vornehmlich um den „Trabant”, schlicht dem Trabi (Hintergrund). Cora Bischof und Philipp Kauer, hier mit Markus Hack (r.), posieren zur Abwechslung mal auf einem „Schwalbe”-Moped vom thüringischen Hersteller VEB Simson. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Was vor zehn Jahren aus einer Laune heraus begann, hat sich zwischenzeitlich zu einer festen Einrichtung für Freunde von ehemaligen DDR-Fahrzeugen entwickelt.

Zum Jubiläum haben sich rund 100 Trabi-Freunde aus ganz Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und selbst aus den Niederlanden mit den technischen Errungenschaften ostdeutschem Automobilbaus zu einem gemeinsamen Wochenende auf dem Trabi-Gelände der Familie Hack in Niederheid getroffen.

Hier ließen sich die Frauen und Männer mit ihren Zelten sofort häuslich nieder. Seit seinem 14. Lebensjahr organisiert der mittlerweile 24-jährige Markus Hack das beliebte, von den Gästen immer als sehr familiär gelobte Trabi-Treffen.

Der junge Mann war erst 13 Jahre alt, als er Freude an den knatternden Gefährten fand und von Papa seinen ersten Trabanten geschenkt bekam. Heute ist Markus Hack stolzer Besitzer von 25 Stück dieser Fortbewegungsmitteln aus der Produktion in Zwickau. Neben Trabis nennt er auch Wartburg, Barkas, MZ-Motorräder und Simson-Mopeds („Schwalbe”) sein Eigentum.

Auf Meister-Kurs

Markus Hack hat sein Hobby zum Beruf gemacht, denn er arbeitet derzeit an seinem Meistertitel im Karosseriebau. „Danach werde ich mich hier in Niederheid selbstständig machen”, stellt er sich seine Zukunft vor. Platz hat er für eine Werkstatt, auch verschiedene Gebäude stehen bereits auf dem weitläufigen Areal.

Aber natürlich muss noch viel umgebaut werden. Rund 60 ehemalige Sachsenring-Autos der Baujahre 1961 bis 1991 boten für die Teilnehmer und Besucher genügend Stoff für Gespräche und Fachsimpeleien. Aber auch der Erfahrensaustausch um die vielen in unzähligen Arbeitsstunden umgebauten und getunten Wagen 601, Cabrios und Kübel ließ die Stunden im Zelt- und Trabipark wie im Flug vergehen.

Bevor die Teilnehmer noch Ausfahrten unternahmen, genossen sie in Niederheid Frühlingswetter, später von Regenschauern unterbrochen. Die Trabi-Gemeinde freute sich wie stets über Besucher, die sich der geselligen Runde anschlossen oder einfach einen Blick auf die Produkte ostdeutschen Automobilbaus warfen.
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