Geilenkirchen - Tonnenweise Unrat: Mit vereinten Kräften gegen den Müll

Tonnenweise Unrat: Mit vereinten Kräften gegen den Müll

Von: Georg Schmitz
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Mit einer Heerschar von Freiwilligen, darunter auch die Jugendfeuerwehr, rückte die Stadt Geilenkirchen dem Unrat auf Wegen und Plätzen, in Feld und Flur auf den Leib. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Bürgermeister Thomas Fiedler schwang selber den Besen beim ersten „gesamtstädtischen Säuberungsprojekt” in Geilenkirchen. Fiedler gab am Samstagmorgen vor dem Rathaus den Startschuss für die von den städtischen Mitarbeitern Daniel Görtz und Friedhelm Kamps wochenlang vorbereitete Müllsammelaktion.

Zu diesem Zeitpunkt waren Freiwillige bereits in den Ortschaften Hoven, Nirm, Kraudorf und Kogenbroich unterwegs und sorgten für eine saubere Umwelt. Quer durch die Stadt wurde alles gesammelt, was an Straßen- und Wegesrändern, in Feldgemarkungen und Wiesen, Biotopen und Anlagen nicht hingehört. Der Dorfputz erstreckte sich neben den genannten Orten auch auf die Stadtteile Lindern und Niederheid sowie die Innenstadt mit Bauchem, Geilenkirchen und Hünshoven.

Ein Stück Lebensqualität

Ein weiterer „Dorfputz” wird am 27. März in Flahstraß, Honsdorf, Leiffarth, Müllendorf, Würm, Süggerath, Grotenrath, Apweiler, Immendorf, Waurichen, Gillrath, Hatterath, Nierstraß und Panneschopp stattfinden. „Sammeln Sie mit, um unsere Stadt von Abfall zu säubern, denn eine saubere Stadt und eine müllfreie Landschaft bedeuten für die meisten Menschen ein wichtiges Stück Lebensqualität”, lautete der Aufruf im Vorfeld der Aktion.

Schon in den vergangenen Jahren hatten die Ortschaften ihre eigenen Aktionen veranstaltet und immer zu Frühlingsbeginn ihr Gebiet von Unrat befreit. „Im Vorfeld sind die beiden diesjährigen Termine mit den Ortsvorstehern abgestimmt worden, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen”, erklärte Bürgermeister Thomas Fiedler.

„Dabei haben wir den Wunsch aus den Ortschaften, den Dorfputz vor der Vegetationsphase durchzuführen, berücksichtigt”, berichtete er weiter. Die Aktion setze deutliche Zeichen für ein Stück Gemeinsinn und der Bürger leiste selber einen Beitrag, dass die Straßenreinigungsgebühren auf dem jetzigen Niveau bleiben und nicht erhöht werden müssen. Fiedler: „Hier kann der Bürger selber mit dran arbeiten.”

Das Motto „Geilenkirchen putz(t) munter” sei von der damaligen Müllsammelaktion der SPD übernommen worden. „Papa, entweder du machst jetzt Politik, oder du räumst auf”, ermahnte Bürgermeister Tochter Alma Fiedler (8) ihren Vater, das Gespräch zu beenden und zu Besen und Schaufel zu greifen.

„Am Ende werden wir die Ergebnisse der Aktion abwarten und auswerten”, warf Fiedler noch ein, bevor er dem Aufruf seiner Tochter Folge leistete.

Daniel Görtz und Friedhelm Kamps hatten sich im Vorfeld Gedanken über die Aufteilung gemacht und dabei mit den Bereichen „Alt Extra”, Wurmweg von Theodor-Heuss-Ring bis Realschule, Beamtenparkplatz und Wurmauenpark sowie Bahnhofsvorplatz die Schwerpunkte ausgemacht. 46 kräftige Hände griffen am Rathaus zu Besen, Schaufel und Mülltüte und machten sich auf den Weg, um mit den ebenfalls von der Stadt zur Verfügung gestellten Handschuhen nach Abfall und Unrat zu greifen.

Neben einigen Privatpersonen sorgten Abordnungen aus Politik, des Jugendheimes „Zille” und sieben Helfer der Jugendfeuerwehr sowie Vertreter der Jugendabteilung des FSV 09 Geilenkirchen in der City wie auch viele Dutzend Freiwillige in den Ortschaften für ein sauberes Image der Stadt.

Am Ende kamen im Stadtgebiet viele Tonnen Unrat zusammen, wovon ein Tütchen mit mindestens 20 Gramm Marihuana wohl der spektakulärste Fund sein dürfte.

Noch am gleichen Tag wurde das Sammelsurium von einem Müllentsorger abgeholt. Nach getaner Arbeit gab es für alle Beteiligten eine kostenlose Stärkung.
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