Tiertunnel zur Teverener Heide?

Von: gep
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Geilenkirchen. Weil die Provinzstraße N 299 zwischen Brunssum und Kerkrade zu einer vierspurigen Schnellstraße ausgebaut werden soll, prüft die niederländische Provinz Limburg, Maastricht, die Einrichtung einer „Fauna-Passage”, z. B. eines Tiertunnels, der die Brunssummer Heide mit der Teverener Heide verbinden soll.

Dadurch würde, so die Provinzverwaltung, ein 2000 Hektar großer grenzüberschreitender zusammenhängender Naturschutzpark entstehen - der projektierte „Heidenatuurpark” zwischen Rodebach/Roode Beek, Schinveldse Bossen, Teverener Heide und Brunssummerheide.

Die N 299 wird zum „Buitenring Parkstad Limburg Noord” ausgebaut, der der die Kommunen der „Parkstad Limburg”, die Gemienden Heerlen, Kerkrade, Landgraaf, Brunssum, Voerendaal, Simpelveld und Onderbanken vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Der Außenring soll bei Schinveld oder Brunssum an die N 274, die als deutsche L 410 den Selfkant durchquert, anschließen.

Anschluss an L 410

Die N 299 durchschneidet die Brunssummer Heide und das Naturschutzgebiet Brandenberg. Bei einem Ausbau zu einer Schnellstraße, auf der 100 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaub sein sollen, würde die Straße zu einer schwer überwindbaren Barriere für Tiere.

Ein „Ecoduct” würde ermöglichen, dass die hier auf Sand- und Heideböden vorhandene reiche Tier- und Pflanzenwelt, darunter bedrohte Arten, fortbestehen könnte.

Die Teverener Heide, 450 ha groß, ist nicht nur ein nationales Naturschutzgebiet, sondern ist nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union (EU) besonders schützenswert.

Hier leben seltene Tier- und Pflanzenarten wie Eidechsen und Molche, über 40 Libellenarten, Heidelerchen und Ziegenmelker, Sonnentau, ein fleischfressendes Kraut, und Lungenenzian.

Wie wichtig Fauna-Passagen sind, zeigt sich bei der gerade begonnenen Amphibienwanderung. Jetzt verlassen Erdkröten, Frösche, Molche und Salamander ihre Winterquartiere und begeben sich auf den Weg in die Laichgewässer, dabei müssen sie meist - wie in der Westerheide zwischen Süsterseel und Tüddern - stark befahrene Straße überqueren. Deshalb sind hier Krötenfangzäune errichtet worden.

Und für die Vernetzung der Rodebach-Biotope bei Mindergangelt steht für die Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) Rodebach-Saeffelbach-Kitschbachtal ein Krötentunnel ganz oben auf der Wunschliste.
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