Tiere laden zur Klimakonferenz

Von: mabie
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Der „Tanz der Pinguine” war sicherlich einer der vielen Höhepunkte beim Klimamusical „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde” an der KGS Ubach. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Ja, was war das denn? Da sitzen ein Pinguin, ein Eisbär, ein Junge und ein Mädchen am Küchentisch und reden über die Umwelt. Diese Klimakonferenz der ganz besonderen Art war Teil des Musicals „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde”.

Dank der überaus spielfreudigen Theater-AG der Katholischen Grundschule (KGS) Übach-Palenberg wurde das Stück über den Klimawandel zu einem echten Hochgenuss.

Schon zu Beginn strömten mit Watt, Volt und Ampere drei seltsame Gestalten mit finsteren Absichten durch die Turnhalle der Schule. Ihr Ziel: den Menschen soviel Strom wie möglich aus den Leitungen zu ziehen, damit sie als „Stromfresser” immer schön satt werden. Genau das tun sie auch bei Paul und Paula zuhause. Die beiden sind nicht gerade Vorbilder in Sachen Stromsparen. Während überall das Licht brennt, liegen sie träge vor der Glotze und futtern Chips. Selbst des Nachts lassen sie ihre Geräte und das Licht an. Und wenn die Eltern nicht zuhause sind, was soll´s, dann lassen Paul und Paula auch das Licht an, wenn sie nicht zuhause sind.

Doch eines morgens erschrickt Paula ganz fürchterlich: In ihrem Kühlschrank hat es sich ein Eisbar gemütlich gemacht. Lothar, so heißt der weiß bepelzte Klimaschutzengel, findet es dort „so schön kühl”. Doch Pinguin Dr. Ping, der mit Eisbär Lothar unterwegs ist, um die Menschen von der drohenden Klimakatastrophe zu unterrichten, will nur zu den Kindern. Er macht ihnen klar, dass es höchste Zeit ist, etwas gegen die dauernden Klimaschädigungen durch Stromfresser und andere Energieschleudern zu tun.

Das von der Unesco als „Offizielles UN-Dekadeprojekt 2007/2008 preisgekrönte Musical aus der Feder von Reinhard Horn (Musik) und Hans-Jürgen Netz (Text) wurde durch die Kinder der Theater-AG packend, lustig und lehrreich zu gleich auf die Bühne gebracht. Dabei blieb der erhobene Zeigefinger in der Tasche bleiben. Vielmehr setzte der Inhalt auf eingängige Musik und mit teils witzigen Dialogen darauf, sich mit der Problematik einmal auseinanderzusetzen und sie vielleicht auch in den eigenen Alltag einzubauen.

In gleich zwei Aufführungen und mit zwei unterschiedlichen Besetzungen an nur einem Schultag zog es die vielen hundert Gäste in seinen Bann. Für die tolle Gesamtleistung war natürlich auch Leiter Heinz Beckers zuständig, der mit seinem Team vor und hinter den Kulissen großartige Arbeit leistete. Denn wo sonst können Groß und Klein den „Tanz der Stromfresser” sehen, sich über den „Tanz der Pinguine” freuen oder gar den „Standby-Goodbye-Tanz” begutachten? An der KGS Übach war die Resonanz riesig und der Applaus gewaltig. Und ein paar Zugaben waren am Ende des zu Recht hochgelobten Stücks natürlich auch noch drin.
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