THW sprengt Wohnhaus am Hangweg

Von: Georg Schmitz
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Hier besprechen Verantwortliche von Stadt Übach-Palenberg, Technischem Hilfswerk, Arbeitsschutz und beteiligten Unternehmen den Einsatz am ehemaligen Obdachlosengebäude, das in Kürze gesprengt werden soll. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Bis vor wenigen Monaten ist das 1963 erbaute und als Obdachlosenunterkunft genutzte Acht-Familienhaus am Hangweg in Palenberg noch bewohnt gewesen. Derzeit wird das Gebäude entkernt und danach dem Erdboden gleich gemacht.

Die Stadt Übach-Palenberg hat dem Technischen Hilfswerk (THW) das Haus zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt, wobei für die Überlassung eine komplette Beseitigung des Gebäudes als Bedingung fixiert wurde. „Aus Gründen einer Kostenminimierung für die Stadt wird das Gebäude mit Hilfe des THW abgerissen”, erklärt Jörg Keufgens vom Gebäudemanagement der Stadt Übach-Palenberg.

Sanierung ergibt keinen Sinn

Eine Sanierung des fast 50 Jahre alten Gebäudes habe keinen Sinn mehr gemacht, vielmehr sei eine zentrale Unterbringung der betreffenden Menschen an anderer Stelle angedacht. Das „Übungsobjekt Hangweg” wurde bereits von den Kräften des Technischen Hilfswerkes bearbeitet und der Dachstuhl abgetragen. Weiter ist der Einsatz des THW-Ortsverbandes Übach-Palenberg in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen „Räumen” aus Hückelhoven und Viersen sowie der Fachgruppe „Sprengen” aus Neuss in Vorbereitung.

Zunächst wurde mittels Baggern und Radladern das Bewegen von Lasten und das Niederlegen von Gebäudeteilen geübt. Das ehemalige Obdachlosenhaus wird in diesen Tagen durch eine beauftragte Firma aus Immendorf entkernt. Dies bedeutet, dass alle Baustoffe wie Holz und elektrische Leitungen zuvor herausgetrennt werden, so dass nur noch die Mauern übrig bleiben. Die Steine werden nach erfolgtem Abriss zum Verfüllen der entstehenden Baugrube verwendet.

Jörg Keufgens betont, dass für den Abriss ein Schadstoffkataster von der Stadt Übach-Palenberg erstellt wurde, damit eine fachgerechte Entsorgung der anfallenden Baumaterialien gewährleistet ist. „Alle THW Räumgruppen aus dem Geschäftsführerbereich Mönchengladbach werden sich des Gebäudes bedienen”, sagt Hans Engels vom THW Übach-Palenberg. Im Mittelpunkt des Abrisses dürfte die Hauptsprengung stehen, die durch die Sprenggruppe des THW Neuss am 12. Dezember vorgenommen werden soll. Hierbei werden die Kellerwände direkt gesprengt, was zur sofortigen Niederlegung des Gebäudes führt. Dabei wird der Sprengstoff derart angebracht, dass das Gebäude nach hinten, Richtung Wald einknickt.

Das Sprengverfahren hat laut THW den Vorteil, dass den Anwohnern mehrere Tage Staub und Baulärm erspart bleiben, der bei einem herkömmlichen Abriss erfolgen würde. Um eine Sprengung vorzunehmen, werden im Vorfeld genaue Berechnungen erstellt, aus denen im Ergebnis die zu verwendende Menge an Sprengstoff pro Bohrloch und die Anzahl der Bohrlöcher resultieren. Deshalb wird am Samstag eine Probesprengung vorgenommen, um die Bausubstanz im Kellerbereich zu überprüfen.
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