THW-Jugend übt für den Ernstfall

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Nach dem erfolgreich abgeschlossenen nächtlichen Einsatz an der Teverener Heide wurde die aufgestellte Beleuchtung für ein Gruppenfoto genutzt. Foto: THW/Stephan Frambach
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Ein blauer Farbtupfer im großen sandfarbenen Tagebau der Willy-Dohmen-Gruppe. Zu sehen sind auch die tonnenschweren Betonblöcke. Foto: THW/Thorsten Engels

Übach-Palenberg/Geilenkirchen. Traditionell gibt es in Übach-Palenberg einmal im Jahr einen sogenannten „24-Stunden-Dienst“ mit der Jugendgruppe und den „großen THWlern“ aus dem Technischen Zug. Ausbildungsort war diesmal der Kies-Tagebau der Willy Dohmen-Gruppe in Geilenkirchen. Eine nächtliche Übung fand in der Teverener Heide statt.

Das Interesse an diesem vom Ortsjugendbeauftragten Thorsten Ueberdick geleiteten Dienst ist wie immer groß, so zählt die Teilnehmerzahl der Jugendgruppe knapp 30 Junghelfer. Zusätzlich zu den Junghelfern nahmen auch die aktiven Helfer teil, um ihr Wissen an verschiedenen Ausbildungsstationen in kleinen Workshops weiterzugeben.

„Etwas Besonderes war in diesem Jahr der Ausbildungsort“, berichtet Ueberdick, „da wir über Kontakte zur Willy-Dohmen-Gruppe die Möglichkeit erhielten, im Kies-Tagebau in Geilenkirchen auszubilden“. Bereits beim Befahren des weitläufigen Tagebau-Geländes hatten die Jugendlichen sichtlich Spaß, denn die geländegängigen Fahrzeuge des THW mussten durch stellenweise holpriges und durch die großen Baumaschinen geformtes Gelände manövriert werden.

An den einzelnen Stationen angekommen, boten sich hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten: Eine Aufgabe war beispielsweise das Bewegen von tonnenschweren Betonblöcken, die an überdimensionale Lego-Steine erinnerten und scheinbar unbeweglich im Kies lagen. Nach einer kurzen Beratung wurde der Betonblock mit Hebewerkzeugen und Schaufeln aus dem Kies befreit und mit Rundhölzern unterbaut. Diese dienten dann gleichzeitig als rollende Unterlage. Mit Hilfe eines entsprechend starken Drahtseils und des „Greifzugs“ setzte sich dann der Koloss unter der reinen Verwendung von Muskelkraft in Bewegung. „Das sieht ein bisschen aus wie bei den Ägyptern“, scherzte Thorsten Ueberdick, wobei die Vermittlung von einfachen Techniken ein Grundstein in der THW-Jugendausbildung ist.

„Kennt man die grundlegenden Methoden und Werkzeuge, so werden auch komplexe Aufgaben zu einem Kinderspiel“, fasste Ueberdick die Station „Bewegen von Lasten“ zusammen. Wer jedoch glaubte, dass nach der Standortausbildung und dem gemeinsamen Abendessen in der THW-Unterkunft der Dienst beendet sei, der irrte. Denn nachdem einigermaßen Ruhe eingekehrt war, wurde die Nachtruhe abrupt mit dem Wort „Alarm!“ beendet.

Der Einsatzauftrag war, dass der gesamte Parkplatz an der Teverener Heide mit allen verfügbaren Beleuchtungsmitteln ausgeleuchtet werden musste, da weitere Einheiten aus dem Rettungsdienst hier einen Bereitstellungsraum und Behandlungsplatz einrichten mussten. Schon fast routiniert wurde auch diese Aufgabe gelöst, obwohl es längst stockdunkel war. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen konnte der erfolgreiche Dienst dann beendet werden. Zufriedene Gesichter bei den THW-Jugendlichen und eine gewisse Erleichterung bei den beiden Ortsjugendbeauftragten Thorsten Ueberdick und Jörg Magaß, dass dieses Stück Arbeit wieder einmal gemeistert wurde, rundeten das gelungene Wochenende ab.

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