Geilenkirchen - Thielemann gibt sein Parteibuch zurück

Thielemann gibt sein Parteibuch zurück

Von: st
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Er sitzt nun als Parteiloser im Stadtrat: der ehemalige Linke Michael Thielemann. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Der Geilenkirchener Stadtverordnete Michael Thielemann ist nach knapp dreijähriger Zugehörigkeit aus der Partei „Die Linke“ ausgetreten. Sein Ratsmandat will er aber behalten. Als Parteiloser will er auch weiterhin der Fraktion „SPD-Linke“ angehören.

Der SPD selbst wolle er aber nicht beitreten, wie er am Dienstag erklärte. Bis Ende vergangenen Jahres bildeten der Linke Thielemann und der Linke Manfred Mingers eine Fraktion. Aufgrund von Querelen brach diese Fraktion auseinander. Thielemann schloss sich der SPD-Fraktion an, die sich seitdem „SPD-Linke“ nennt.

„Die Zusammenarbeit mit der SPD war von Anfang an sehr gut. Ich wurde so behandelt, als würde ich der Partei angehören“, erklärt Thielemann. Ganz anders aber gestaltete sich seiner Aussage nach die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Kreisverband der Linken. „Vom Kreisverband kommen überhaupt keine Informationen. Da hat man einfach keine Lust mehr, mitzuarbeiten“, sagt Thielemann.

Aus seiner Sicht ist das auch der Grund, warum es im vergangenen Jahr zum Zerwürfnis mit Manfred Mingers gekommen ist. „Mingers blickte auf langjährige Erfahrung zurück, aber es kam nichts von ihm zu mir rüber.“

Thielemann glaubt, dass die Gespräche zwischen CDU und SPD über eine engere Zusammenarbeit künftig einfacher werden, wenn der Fraktion kein Linker mehr angehört. „Das ist aber nicht der Grund, warum ich aus der Partei ausgetreten bin“, versichert er. „Zwei CDU-Leuten fallen die Gespräche mit uns jetzt vielleicht leichter. Aber ansonsten hat der Austritt von Michael Thielemann keine großen Konsequenzen. Unsere Politik ändert sich nicht, und Michael Thielemann ist allen bekannt“, erklärt Christoph Grundmann, Fraktionschef „SPD-Linke“.

Die Frage stelle sich nun, ob auch die sachkundigen Bürger der Linken, die die SPD übernommen habe, aus der Partei austreten. Dann müsse man den Fraktionsnamen ändern. Eine personelle Umbesetzung werde in der Fraktion nicht vorgenommen. „Denn die Zusammenarbeit mit den Linken ist gut“, betont er.

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