Theresia Hensen steht an der Spitze der CDU

Von: Georg Schmitz
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Mit 73 Stimmen wurde „Resi“ Hensen zur Vorsitzenden gewählt. Gemeinsam mit ihren Kollegen will sie die Aufgaben meistern.

Geilenkirchen. Theresia Hensen steht an der Spitze der CDU in Geilenkirchen. Sie wurde bei der Mitgliederversammlung im Saal Werden-Pongs in Immendorf mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes gewählt.

Von den 90 Wahlberechtigten stimmten bei 17 Gegenstimmen 73 für die Grotenratherin. Damit ist Resi Hensen die erste Frau an der Spitze der Geilenkirchener CDU.

Kreisvorsitzender Bernd Krückel gratulierte zu dem 81-prozentigen Wahlergebnis und führte als Wahlleiter durch die Mitgliederversammlung. Seit 2011 hatte Manfred Schumacher die Partei geführt. In seiner Abschiedsrede betonte er, dass er vier Jahre lang stolz gewesen sei, den Stadtverbandsvorsitz inne haben zu dürfen. Er blickte auf die schwierige Situation zurück, in der er damals die Führung übernommen hatte. Gleichsam erinnerte er an die Verluste seiner Partei bei den damaligen Kommunalwahlen.

Im zurückliegenden Jahr habe die CDU den Abwärtstrend in der Stadt aber wieder stoppen können und vier Prozent zugelegt. Seit 2011 habe er versucht, Politik zum Anfassen und Mitdiskutieren umzusetzen. Die CDU-Vertreter seien auch stets mit anderen Organisationen und Institutionen im Dialog und habe sich die Sorgen und Nöte angehört. Manfred Schumacher verwies darauf, dass er ohne Zwang und Vorgaben die Frauenquote eingehalten habe. Im sieben-köpfigen geschäftsführenden Vorstand des Stadtverbandes betätigten sich vier Frauen. „Darüber hinaus habe ich die Türe für junge Mitglieder aufgestoßen“, machte Schumacher klar. Sein Meisterstück habe er aber in Gillrath vollbracht, als dort die CDU am Boden lag. Die intensive Arbeit dort habe sich gelohnt, seit Mai 2014 stelle die CDU in Gillrath wieder den Ortsvorsteher.

Manfred Schumacher ging auch auf seine Niederlage bei der Wahl für die Bürgermeister-Kandidatur ein und wollte an dieser Stelle seine Einschätzung loswerden. „Nicht die Niederlage, sondern das was im Vorfeld passiert ist, hat mich zu dem Entschluss kommen lassen, das ich nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Stadtverbandsvorsitzender zur Verfügung stehe“, sagte Schumacher. Er akzeptiere die Wahlentscheidung der Mitgliederversammlung im Januar 2015, aber er verurteile, wie manche Parteifreunde im internen Wahlkampf mit dem Kandidaten Manfred Schumacher umgegangen seien. „Das entspricht nicht meinem Verständnis von Loyalität, Respekt und Fairness“, so Schumacher. Bisher sei er zu keiner Zeit mit diesen, seinen Gedanken an die Öffentlichkeit gegangen, dies möchte er aber bei der Mitgliederversammlung nun tun.

Jetzt beginne für die CDU in Geilenkirchen eine neue Zeitrechnung. Manfred Schumacher sagte Resi Hensen seine Unterstützung zu und wünschte ihr stets ein glückliches Händchen und niemals übermächtige Ratgeber. Noch vor ihrer Wahl zur Vorsitzenden stellte sich Theresia Hensen der Versammlung vor und ließ wissen, dass sie selber noch vor rund sechs Wochen nicht daran gedacht habe, für das Amt der Vorsitzenden zu kandidieren. Nachdem Geschäftsführerin Kirsten vom Scheidt ihr den Vorschlag gemacht habe, die Geilenkirchener CDU zu führen, habe sie mit der Familie überlegt, ob sie sich diese Aufgabe zutrauen könne.

Die 61-Jährige tangierte kurz ihren Lebensweg, der sie auch nach Nigeria und Oman führte. Dort habe sie andere Kulturen und Lebensanschauungen kennengelernt. „Als Niederländerin bin ich stolz darauf, Demokratie und Politik hier in Deutschland mitgestalten zu dürfen“, sagte Hensen. Als Ortsvorsteherin von Grotenrath vertrete sie auch sehr gerne den CDU-Stadtverband Geilenkirchen im Kreisvorstand der CDU. Resi Hensen warb bei den Parteifreunden und -freundinnen um Unterstützung für ihre Arbeit. Gemeinsam könnten die vielfältigen Aufgaben der Zukunft erfolgreich für die CDU gemeistert werden.

Marlis Tings verlas den Kassenbericht, der bei den Kassenprüfern für keinerlei Beanstandungen sorgte, bevor die weiteren Vorstandswahlen folgende Ergebnisse brachten: Zu stellvertretenden Vorsitzenden des Stadtverbandes wurden Wilfried Kleinen, Leonhard Kuhn und Wilhelm-Josef Wolff gewählt. Geschäftsführerin ist Kirsten vom Scheidt; stellvertretender Geschäftsführer Frank Paulus; Schatzmeisterin Marlis Tings; stellvertretender Schatzmeister Uwe Neudeck; Pressesprecherin Barbara Slupik.

Die Ergebnisse: Für Wilfried Kleinen gab es 73 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen. Eine Stimme war ungültig. Für Leonhard Kuhn 58 Mal ja, 28 Mal nein, 2 Enthaltungen und 2 ungültige Stimmen. WilJo Wolff erhielt 60 Mal ja, 22 Mal nein, es gab 6 Enthaltungen und 2 ungültige Stimmen. Geschäftsführerin Kirsten vom Scheidt erhielt 85 Mal ja, 5 Mal nein. Der stellvertretende Geschäftsführer Frank Paulus erhielt 83 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen. Schatzmeisterin Marlis Tings freute sich über 81 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen sowie 2 Enthaltungen. Der stellvertretende Schatzmeister Uwe Neudeck erhielt 80 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen. Pressesprecherin Barbara Slupik wurde mit 81 Ja-Stimmen wiedergewählt. Für sie gab es 7 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Eine Stimme war ungültig.

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