Geilenkirchen - Themenvielfalt bei Projekttagen: Von Drogen im Alltag bis Wasserkunde

Themenvielfalt bei Projekttagen: Von Drogen im Alltag bis Wasserkunde

Von: Georg Schmitz
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Etliche Jungs und Mädels waren beim Hip-Hop-Workshop von Chris Ndoma mit Begeisterung bei der Sache und hatten am Ende viele Tanzschritte dazu gelernt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Beim Betreten der Aula sah sich der Betrachter 30 jungen Tänzerinnen und Tänzern gegenüber, denen Chris Ndoma gerade die perfekte Schrittfolge und das richtige Dance-Feeling vermittelte. Der Hip-Hop-Workshop war eingebettet in die Projekttage der Anita-Lichtenstein Gesamtschule und fand auf Anhieb bei den Jugendlichen viel Resonanz.

Bis auf die bereits entlassenen 10er und 13er Klassen nahmen alle Jahrgangsstufen an den Projekten teil, wobei jede Klasse für ihre eigenen Aktionen verantwortlich zeichneten. Schulleiter Uwe Böken und Koordinator Peter Ruske zeigten sich erfreut über den Elan, mit dem sich die Jugendlichen ihren Aufgaben widmeten. Die Projekte waren keiner bestimmten Altersklasse zugeordnet, alle Schüler hatten sich ihre Themen selbst ausgesucht.

Als Mitglied im Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ lag der Gesamtschule die Gesundheit besonders am Herzen. Erkennbar auch an den Themen Welternährung/Hunger, Obst, Food-Fotografie, Essen wie Gott in Frankreich, Zucker – ein problematischer Nährstoff, Fitness und Ernährung, Wasser – Lebensmittel Nr. 1, Biologischer Pflanzenanbau.

Bei Letzterem hatten sich die Jungen und Mädchen unter Anleitung der Biologielehrer Astrid Friedrichs und Sebastian Glomsda dem biologischen Anbau von Kräutern und Gemüse angenommen. Zunächst galt es im Bereich des Tierhauses jede Menge Gestrüpp zu entfernen, um an dieser Stelle einen Garten anzulegen. „Die Kinder sehen, wie viel Arbeit im Garten ohne chemische Mittel aufkommt“, sagte Sebastian Glomsda.

Das Buddeln, Graben, Kultivieren, das Bearbeiten einer Brache bereitete den jungen Menschen sichtlich Spaß. Schmutzige Hände und Kleidung ließen sich dabei nicht vermeiden. Es entstand ein schöner Bauerngarten mit Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie, Minze und Salbei. Aber auch Kartoffeln sowie Stachel- und Blaubeeren passten noch in das biologische Anbauschema hinein.

„Das waren 30 Erstwünsche, die berücksichtigt werden konnten“, freute sich Astrid Friedrichs. Die Jugendlichen konnten im Vorfeld drei Themen wählen und bekamen meist ihre Lieblingsaufgabe zugewiesen. Mit den biologisch produzierten Kräutern und dem Gemüse wird die „Schmecklecker AG“ der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, also die Küche, bestückt.

Orientierung für Berufe

In der Klasse von Dr. Stephan Evertz stand unter dem Motto „Shit happens – Drogen in unserem Alltag“, Suchtprävention im Fokus. Ein Betroffener erzählte aus seiner Zeit der Drogenabhängigkeit und stand den Schülerinnen und Schülern hier Rede und Antwort. Der Jahrgang 9 beschäftigte sich mit der Berufsorientierung, weitere Einzelprojekte wie Stressbewältigung und Bewegungspotpourri wurden ebenfalls thematisiert.

Viele Schüler waren außerhalb der Schule an externen Lernorten tätig. Die „Wasser-Akteure“ nahmen beispielsweise Gewässerproben im Tripser Weiher und besuchten das Wasserwerk Gangelt. Weitere Schüler sahen sich bei der Tafel in Birgden und beim Partyservice „Schneebesen“ um.

Die Ergebnisse der Projekttage waren bei einer Präsentation am Mittwoch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, und besonders Eltern und Angehörige schauten sich die Arbeiten ihrer Jugendlichen an.

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