„Theaterstarter”: Kurzweiliges Stück über das Rollenverhalten von Jungs

Von: g.s.
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Aloysius (Eric Rentmeister, l.
Aloysius (Eric Rentmeister, l.) und Max (Manuel Moser) übernahmen mit ihrem Stück „Adler an Falke” in Übach-Palenberg den Auftakt zur neuen Theaterstarter-Spielzeit. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Zum Auftakt der neuen Spielzeit der „Theaterstarter” war das Consol Theater aus Gelsenkirchen mit seinem Stück „Adler an Falke” in Übach-Palenberg zu Gast.

Bei dem von der Preis- und Kinderjury anlässlich des Jugendtheatertreffens NRW 2011 ausgezeichneten Beitrag handelt es sich um ein rasantes Stück, das auf bewegte Weise von Lust und Frust des Jung-Seins erzählt. Die rund zwei Dutzend Kinder und Eltern in der Erlöserkirche waren begeistert von den schauspielerischen Fähigkeiten der beiden Akteure.

Manuel Moser (Max) und Eric Rentmeister (Aloysius) setzten sich perfekt in Szene, brachten dabei die Bedürfnisse zweier Freunde jugendlichen Alters ins Spiel. „Jungs müssen am Wochenende bei anderen Jungs übernachten, weil das cool ist”, wurde dem Zuschauer vermittelt.

Doch oft hat die Mama was dagegen, und so dauert es einige Zeit, bis diese dem Flehen und Betteln des Sohnes nachgibt. Kaum ist Aloysius bei Max angekommen, denken beide gar nicht erst ans Schlafen. Sie wollen die Zeit für Abenteuer und Wettrennen nutzen und planen eine Mitternachtsparty. „Ab, ins Bett mit euch”, ermahnt die Mutter die beiden Jungs noch um 21 Uhr, und die tun auch so als ob sie schliefen. Doch um Mitternacht stehen Max und Aloysius auf und treiben allerhand Schabernack. Die gemeinsame Bobbycar-Fahrt ist noch die harmlose Variante ihrer Mitternachtsparty. Sie stellten sich die Frage „Brechen wir die Tulpen im Garten ab oder klauen wir Vaters Autoschlüssel?”

Dazu kommt es aber nicht, denn die Freunde geraten in Streit, nachdem sie zuvor mit Materiellem geprotzt hatten: „Mein Vater hat zehn Hubschrauber”, sagt Max. „Meine Mutter baut Häuser mit 500 Stockwerken”, sagt Aloysius. Einer will den anderen übertrumpfen, bis es dann zu Handgreiflichkeiten kommt, wobei Aloysius sich sogar verletzt.

Und dann ist da noch der böse Knochenmann, den es aber nur in deren Fantasie gibt. Aber er macht den beiden Angst, weil er „Jungs fressen soll”. Vor Mädchen hat der Knochenmann jedoch selbst Angst, und so schlüpfen Max und Aloysius in die Rolle von Mädchen, äußerlich sichtbar an deren Kleidern. Doch am Ende werden beide Kumpel sich wieder vertragen.

Die Inszenierung arbeitet das Thema „Jungsein” auf und öffnet nebenbei auch Möglichkeiten des Rollenverhaltens.
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