Theaterstarter: Eine Beziehung über zwei Kulturen hinweg

Von: mabie
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Geilenkirchen. Die großen Ferien sind vorbei. Und endlich treffen sich Jonas und Luiza wieder. Sie teilen viel miteinander, haben einander aber noch nicht entdeckt. Doch plötzlich faselt Jonas immer wieder etwas von einer Aynur, die er von der Schule kennt. In den Sommerferien mit seinem Vater am türkischen Strand hat er sie kennengelernt.

Und seitdem denkt er, sie seien zusammen. Doch was genau Sache ist, das klärte das Stück „Türkisch Gold”, das für volles Haus in der Aula der Städtischen Realschule sorgte. Im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Geilenkirchen und in der von unserer Zeitung mitpräsentierten Reihe „Theater Starter” legte das „Junge Schauspielhaus Düsseldorf” hier eine echte Glanzleistung auf die Bühne.

Schon das reduzierte, aber mit intensiv genutzten Requisiten bestückte Bühnenbild überzeugte von Beginn ein. Da gab es einen Kleiderständer, eine Tafel und ein Gerüst. Auf die Tafel schrieben die Hauptdarsteller Viola Pobitschka und Bastian Sierich, welche Figur sie gerade verkörpern. Der Kleiderständer half mit Utensilien, die Figur optisch präsent zu machen. Und am Gerüst, gleichzeitig Kletterwand, Umkleidekabine und Ort zum Abhängen, fand das Spiel statt.

Es hatte mal Tempo, mal war es ruhig, stets begleitet von knalligen und perfekt passenden Musiktiteln, die die jugendliche Stimmung weiter unterstrichen. Und so erfuhren die jungen Zuschauer für das ab 13 Jahren geeignete Stück von den rassistischen Tendenzen im Verhalten von Jonas Vater, von Vorurteilen bei Deutschen und Türken und von den Konflikten, die eine Beziehung über die unsichtbaren Grenzen zweier Kulturen hinweg haben können.

Mit intensivem Spiel, hervorragender Bühnenarbeit und toller Regie spannte „Türkisch Gold” den Bogen von einer ironisch-komischen Beschreibung von Vorurteilen zu einer interkulturellen Liebesgeschichte. Die Gäste hatten ihren Spaß, waren beeindruckt und spendeten zu Recht viel Applaus für die gelungene Umsetzung.
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