„Theater-Starter”: Mit Herz ohne Rückenschmerz

Von: g.s.
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Die Kinder hatten ihren Spaß
Die Kinder hatten ihren Spaß bei derPuppen-Inszenierung von Dornröschen des Berliner „Theater Anne Rampe” hier in der städtischen Realschule Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Annerose” verkörperte in einer freien Inszenierung des Theaters Anne Rampe aus Berlin die Gestalt von Dornröschen. Die eigenwillige Interpretation des Ur-Märchens basierte dennoch auf den Grundlagen der Geschichte der Gebrüder Grimm.

So war der Erkennungswert für die überwiegend jungen Zuschauer hoch, und selbst die begleitenden Eltern und Großeltern blickten gespannt auf das Geschehen, was sich auf der Bühne abspielte. Im Rahmen der „Theater-Starter” gastierte Darstellerin und Erzählerin Anna Fregin mit ihrem „Dornröschen” in der Aula der städtischen Realschule Geilenkirchen.

Es wurde dunkel im Raum, Musik erklang, und die Berlinerin trat vor ihr Publikum. Mit ihrem ersten Satz „Oma, wusstest du, dass auf deinem Dachboden ganz viele Mäuse sind?”, brachte sie die Kinder sofort zum Lachen. Dann zückte sie das Märchenbuch und begann mit der Geschichte von Dornröschen. Eingangs noch mit einem Schattenspiel skizziert, holte Anna Fregin den König und die Königin und weitere, eine tragende Rolle in dem Märchen spielende Personen in Puppengröße hervor.

Nun wird für die königlichen Hoheiten endlich ein Traum wahr, sie erwarten ein Kind. Annerose wird geboren, und viele Freunde werden zu einer großen Geburtstagsfeier eingeladen. Doch der König hat vergessen, „Holla”, die Waldfee, einzuladen, was schreckliche Folgen nach sich ziehen sollte.

Während viele Menschen der Neugeborenen gute Wünsche entgegenbringen, wie „Ich wünsche dir von Herzen ein Leben ohne Rückenschmerzen”, oder auf die Gegenwart abgestimmt, „Navigationssystem und die Taschen voller Süßigkeiten”, sieht der Wunsch von „Holla” ganz anders aus. „Wenn Annerose 16 Jahre alt ist, wird sie sich an einer Spindel stechen und tot umfallen”, so die böse Waldfee.

Doch durch eine gnädige Fee wurde - wie bekannt - der schlimme Fluch abgemildert, dahingehend, dass Annerose nicht sterben möge, sondern 100 Jahre schläft und von einem Prinzen aufgeweckt wird. Die Vorsehungen wurden wahr und am Ende küsste „Robert, der Koch” die Prinzessin wieder wach. Es wurde Hochzeit gefeiert, und Annerose und Robert bekamen fünf Kinder.

„Und wenn sie nicht gestorben sind”, blieb man auch vor den Theater-Startern dem Märchen-Schlusssatz treu, „dann feiern sie noch heute.”
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