Geilenkirchen-Beeck - Theater Beeck: Auf der Bühne geht es zu wie im Irrenhaus

Theater Beeck: Auf der Bühne geht es zu wie im Irrenhaus

Von: Andrea Schever
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Wenn zwei heiratswütige Damen (links Annabell Schlösser, rechts Gisela Jansen) sich um Otto Ofenloch (Friedhelm Schmitz) streiten, freut sich das Publikum. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Beeck. Der eine träumt von Hawaii, der andere will nach Afrika und der dritte möchte sein Lebtag lang Australien bereisen. Welche Wünsche bleiben jedoch einem, der die Welt schon kennt? Was passiert, wenn ein Abenteurer dann den Besuch in der Nervenheilanstalt wagt, zeigt das diesjährige Stück „Einer spinnt immer“ des Theaters Beeck, das am Wochenende Premiere feierte.

Der vermögende Privatier Otto Ofenloch (gespielt von Friedhelm Schmitz) bittet seinen Neffen Ottfried (Guido Küppers), ihm bei seinem Vorhaben zu helfen. Der Neffe bringt ihn also ins Haus Ballermann, das jedoch keine private Heilanstalt ist, sondern tatsächlich eine Pension – zugegebenermaßen mit seltsamen Gästen, aber keinen echten Irren. Des Neffens Idee: Eine versprochene finanzielle Zuwendung des Onkels soll die Pension retten.

Im Glauben tatsächlich auf psychisch Kranke zu treffen, sieht Onkel Ofenloch die Gäste der Pension mit etwas anderen Augen und nimmt bereitwillig Angebote und Herausforderungen an, da er sie nicht für wahr hält: Ein Pistolenduell mit dem Major (Manfred Walter), eine Afrika-Reise mit dem Weltreisenden (Michael Schlösser) und phantastische Lebensgeschichten für eine eifrige Schriftstellerin (Christa Hensen). Als dann noch zwei heiratswütige Damen (Annabell Schlösser und Gisela Jansen) Interesse an ihm zeigen und ein Schauspieler mit argem Sprachfehler (Detlef Kerseboom) seine Unterstützung einfordert, wird das Ganze für Ofenloch zu einer äußerst turbulenten Angelegenheit.

Während ihn die zwei Damen im Streit fast in zwei Teile reißen und Otto Ofenloch das Duell mit dem Mayor zu umgehen versucht, hoffen sein Neffe sowie Pensionsbesitzerin Liselotte Ballermann (Regina Mones) und ihre Nichte Sieglinde (Lorna Schmitz), dass der Schwindel um die vermeintliche Heilanstalt nicht auffliegt. Die zahlreichen verräterischen Situationen dabei zu umschiffen, sorgt dabei auf der Bühne für Wirbel und im Publikum für zahlreiche Lacher.

Mit der wie üblich ausgesprochen lustigen Posse, die in diesem Jahr unter der Regie von Anke Claßen stand, hat die Theatergruppe Beeck wieder eine überaus solide schauspielerische Leistung auf die Bühne gebracht. Nach Monaten des Probens des Dreiakters von Wilfried Reinehr begeisterte die Theatergruppe in der ausverkauften Vereinstätte des Ortes. Mitwirkenden auf, hinter und neben der Bühne wurde für das Gelingen der Aufführungen gedankt.

Mit insgesamt sieben Vorstellungen in drei Wochen versucht das Ensemble der großen Nachfrage auch in diesem Jahr gerecht zu werden. Bereits seit einigen Wochen sind keine Eintrittskarten mehr zu bekommen. Ähnlich wird es wahrscheinlich auch im nächsten Jahr aussehen, wenn die Theatergruppe ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Über das dann aufgeführte Stück darf das diesjährige Publikum übrigens selber abstimmen.

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