Geilenkirchen - Theater-AG zeigt Stück „Athen – Tag und Nacht“

Theater-AG zeigt Stück „Athen – Tag und Nacht“

Von: Andrea Schever
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Bei ihrem Theaterstück „Athen – Tag und Nacht“ bewiesen die Schüler der Klassen sieben bis zwölf ihr schauspielerisches Talent. In dieser Szene checken die Handwerker lieber ihre Handys, während Klaus Zettel (Nele Kröger, r.) seine Kollegen mit zu viel Enthusiasmus nervt. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Ein Stück im Stück, 34 Rollen und zwei Stunden Spielzeit. Das Ergebnis von einem Jahr voller Proben am Stück „Athen – Tag und Nacht“ präsentierte nun die Theater-AG des St.-Ursula-Gymnasiums. Unter der Leitung von Katrin Mader-Bleimann und Lars Krömeke zeigten Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben bis zwölf mit viel schauspielerischem Talent ihre Inszenierung von Shakespeares „Sommernachtstraum“.

Bei der umfangreichen Handlung war jedoch Aufpassen angesagt, da man sonst leicht den Überblick verlieren konnte: Egeus (Yannick Isbanner) möchte seine Tochter Hermia (Ruth Königs) mit dem jungen Demetrius verheiraten. Doch die liebt einen anderen jungen Mann, Lysander (Lukas Thönnißen). Diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Um der Zwangsheirat zu entgehen, wollen die verliebten Hermia und Lysander in den Wald fliehen. Der vom Vater vorgesehene Zukünftige Demetrius verfolgt die beiden Liebenden und wird seinerseits von der ihn verzweifelt begehrenden Helena (Isabel Hausmann) „gestalkt“. Im Wald herrschen jedoch die Elementargeister, vor allem Wesen der Erotik und des Rausches. Die vier Liebenden aus Athen geraten in diese Welt und in den Streit der beiden Herrscherinnen des Feen- und Elfenreiches, Oberon (Anna-Maria Molls) und Titania (Nina Tholen).

Während die zwei mächtigen Frauen im Streit um einen schönen Knaben mit Zauber die Liebe der vier jungen Athener beeinflussen und umlenken, befinden sich auch einige Handwerker im Wald, um gemeinsam ein Theaterstück einzuüben. Während deren Spielleiter Peter Squenz (Amanda Wyzgol) versucht, die nicht sonderlich motivierten Herren zurechtzuweisen, gibt sich der amüsante Klaus Zettel (Nele Kröger) besonders engagiert und nervt seine Kollegen mit seinem Enthusiasmus. Als Zettel dann jedoch zum Opfer von Oberons Intrige wird und sich in einen Esel verwandelt, geht Chaos mit Amüsement einher. Titania verliebt sich in den Esel und lässt ihn von ihren Dienerinnen verwöhnen.

Zwei Wirbelwinde

Zwei Wirbelwinde auf der Bühne waren die zwei Seiten des Pucks, dem Gehilfen der Königin Oberon: Luisa Marangi und Marika Reichert harmonisierten dabei als helle und dunkle Seite dieser Rolle. Und für die wenigen, die nicht wussten, an welcher Stelle sie klatschen, jubeln oder Mitleid zeigen sollten, gab „Nummerngirl“ Patrice Dreßen entsprechende Anweisungen mit Schildern.

Widerspiegelnder Zeitgeist

Eine Besonderheit der Inszenierung war dem sich im Stück widerspiegelnden Zeitgeist geschuldet. Das als Reality-Soap aufgezogene Stück konnte über die eingeblendete Facebook-Seite des Stückes kommentiert werden. So tauchten immer wieder amüsante Kommentare zur Handlung auf, die die Zuschauer zusätzlich zum Schmunzeln brachten.

Um die Arbeit der zahlreichen Schauspieler, Lehrer und Helfer hinter der Bühne gebührend zu würdigen, wurde das Stück gleich zwei Mal aufgeführt. Dass das Interesse durchaus groß genug dafür war, zeigte auch die übervolle Aula des Gymnasiums und der reiche Applaus, mit dem die Jungschauspieler belohnt wurden.

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