Teveren: Lärmender Karnevalsumzug der städtischen KiTa

Von: g.s.
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Bunt und quirlig schob sich ein Zug von mehr als hundert kleinen und großen Menschen durch die Straßen Teverens. Der närrische „Lärmzug“ der Kindertagesstätte eröffnete schon am Donnerstagvormittag den Straßenkarneval. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Teveren. Wer nicht Bescheid wusste, mag sich Donnerstagmorgen in Teveren etwas gewundert haben. Eine Menschenmenge mit unüberhörbarer Geräuschkulisse nahm ihren Weg durch die Straßen des Heidedorfes.

Die Geräusche hatten ihren Grund in dem ungewöhnlichen Karnevalszug der Teverener Kindertagesstätte.

„Lärmumzug“ nannte sich das turbulente Spektakel, dem die 97 Jungen und Mädchen der Kita seit Tagen und Wochen entgegenfieberten. Natürlich waren die Bürgerinnen und Bürger von Teveren im Vorfeld informiert worden, so dass eigentlich die meisten am Donnerstagmorgen mit den Geräuschen von Rasseln und Schlagin­strumenten rechnen mussten.

Im Vorfeld hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Eltern das lautstarke „Rappelzeug“ gebastelt, das nun eingesetzt werden durfte.

Warum macht ein Kindergarten denn nun einen Lärmumzug? „Wir unternehmen den Umzug, um traditionelle Werte zu vermitteln und das Brauchtum Karneval hochzuhalten“, gibt Kita-Leiterin Stephanie Nießen die Antwort. Man wolle den Kindern Freude und Erleben in der Gemeinschaft näher bringen.

Stephanie Nießen war dankbar über die Spenden seitens der Dorfbevölkerung, und auch Ortsvorsteher Hans-Josef Paulus brachte kurz vor dem Karnevalszug noch tragetaschenweise Süßigkeiten und Stofftierchen zur Kindertagesstätte.

Mit mannigfachem „Tievere Alaaf“ zogen die Kinder schließlich durch die Straßen des Ortes. Begleitet wurde sie dabei von 17 Betreuerinnen sowie Vertreterinnen des Elternbeirats der Kita und „Dorfsheriff“ Frank Meuffels, der mittels hoheitlicher Rechte den Autofahrern klar machte, dass die Kinder an diesem Tag „Vorfahrt“ hatten.

Animiert durch „Captain Sparrow“ hatte sich der sechsjährige Daniel als Pirat verkleidet. Sein Freund Mika hielt es mit einem Gartenzwerg: „Weil ich den schön finde“, erklärte der Fünfjährige. So machten die Kinder die Straßen von Teveren als Indianer oder Cowboy, Prinzessin und Fee oder eben als Pirat und Gartenzwerg unsicher.

Spaß hatten sie allemal, und die ganz Kleinen ließen sich sogar in dem „Kinderbus“ der Kita durch die Gassen ziehen, worin immerhin sechs der Kleinen Platz finden. Am Karnevalszug beteiligten sich auch der Internationale Karnevalsverein Teveren, der zudem das Stadtprinzenpaar Jens & Vera mitgebracht hatte.

Alle jubelten gemeinsam der dennoch überschaubaren Zuschauermenge zu, ab und zu gab es Anwohner, die Süßigkeiten für die vorbeitobende Kinderschar bereithielten.

Wieder an der Kindertagesstätte angekommen, standen nach dem langen Fußmarsch zur Stärkung Hot Dogs für die junge Narrenschar bereit, die der Förderverein der Kita gespendet hatte. Auch eine Motivation dafür, dass dieser zweite „Lärmumzug“ der städtischen Kita Teveren nicht der letzte gewesen sein sollte.

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