Terry-Fox-Lauf: Mitmachen ist wichtiger als die Geschwindigkeit

Von: Markus Bienwald
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Gut 500 Teilnehmer zählte die jüngste Auflage des Terry-Fox-Laufes der Kanadischen Streitkräfte, der Städtischen Realschule Geilenkirchen und des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw). Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Zufrieden blickte Schulleiter Peter Pauli nach dem Startschuss zum diesjährigen Terry-Fox-Lauf an der Städtischen Realschule in Geilenkirchen drein. Nicht nur, dass mit 500 Teilnehmern eine riesige Menschenmenge ab Schulhof auf die 8,5 Kilometer lange Strecke geschickt wurde.

Auch die Bereitschaft der Schüler, sich aktiv zu beteiligen, freute den Pädagogen. „Es ist richtig toll“, sagte er nach dem offiziellen Startschuss mit Bürgermeister Thomas Fiedler.

Eine Premiere gab es bei der diesjährigen Auflage auch zu vermelden. „Erstmals waren auch Vertreter des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr dabei“, freute sich Pauli. Die Damen und Herren vom ZVBw in Niederheid begleiteten Gudrun MacKinnon und ihre Mitstreiter von der Kanadischen Einheit, die ebenfalls in der Selfkantkaserne stationiert ist. Mit deren Kommandeur, Oberstleutnant Patrick Feuerherm, an der Spitze, ging es dann auf die glücklicherweise trockene Strecke.

Wer allerdings per Auto den Schülern und den Angehörigen des Militärs folgen wollte, durfte nur aus Richtung Kogenbroich zum Zwischenstopp nach Müllendorf kommen. Denn die Ortsdurchfahrt Müllendorf war auch beim Terry-Fox-Lauf wegen Bauarbeiten gesperrt.

Für Hauptkommissar Hans Meyer, der seitens der Geilenkirchener Polizei für die Sicherheit der freiwilligen Läufer sorgte, war das aber kein Problem. „Das läuft alles in geregelten Bahnen“, sagte er am Rande. Und wer genau hinsah, stellte fest, dass die eigentlich als Lauf eingestufte Wohltätigkeitsveranstaltung für viele eine willkommene Gelegenheit war, entlang der Wurm zu spazieren.

„Das macht aber nix, denn die Teilnahme ist uns wichtiger als die Schnelligkeit“, warf Peter Pauli angesichts solcher Anblicke ein. Dennoch wurde auch von den Gehern der doch recht anspruchsvollen Strecke auf dem Wurmradweg die von den Soldaten eingerichtete Verpflegungsstelle auf Höhe der Wurmbrücke bei Müllendorf zum Nachfüllen des Wasservorrats gerne angenommen. Der Geschichte des Terry-Fox-Laufes in Geilenkirchen wurde damit wieder ein Kapitel hinzugefügt. Denn als die Realschüler vor acht Jahren erstmals aktiv dabei waren, veranstalteten die Kanadier rund um die Selfkantkaserne noch ihren eigenen Lauf. Seit drei Jahren wird nun gemeinsam gestartet, und natürlich werden auch gemeinsam Spenden gesammelt.

„Wie viele Spenden zusammenkommen, steht allerdings noch nicht fest“, sagte Schulleiter Pauli. Schließlich war der Lauf eingebettet in eine ganze Spendenwoche.Allerdings geht er davon aus, dass wieder eine ähnliche Spendensumme wie im letzten Jahr zusammenkommen wird. Damals standen exakt 5909,40 Euro seitens der Realschüler auf der Endabrechnung. Die Kanadier steuerten 4500 Euro bei. Seit 2008 sind übrigens schon mehr als 126 000 Euro alleine in Geilenkirchen für Organisationen wie die Deutsche Krebshilfe zusammengekommen. Das war sicher auch ein Grund mehr für Peter Pauli, dieses Mal recht zufrieden zu sein.

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