Terry-Fox-Lauf: Auf die Plätze, fertig, los...

Von: maat
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Startschuss für die rund achteinhalb Kilometer lange Strecke: Die Geilenkirchener Realschüler laufen beim traditionellen Terry-Fox-Lauf für den guten Zweck. Insgesamt sind schon über 130 000 Euro Spenden für Krebspatienten gesammelt worden. Foto: maat
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Geilenkirchen. Es war 2005, als die damals noch „Canadian Forces Support Unit“ genannte Truppe von uniformierten Kanadiern den Impuls der Städtischen Realschule aufgriff, einen gemeinsamen „Terry-Fox-Lauf“ zu veranstalten. Besagter Lauf gehörte der inzwischen unter „Canadian Armed Forces“ firmierenden Soldaten aus der Selfkantkaserne zum jährlich gern angegangenen Ritual.

Zwischenzeitlich schlief das Engagement etwas ein, doch am Samstag erlebte der Lauf für den guten Zweck eine Neuauflage. „Das ist sehr wichtig“, kommentierte der Chef der kanadischen Streitkräfte in Geilenkirchen, Captain Rémi Pelletier, die wiedererwachte Zusammenarbeit. Realschulrektor Peter Pauli freute sich ebenfalls, seine Schule wieder als Austragungsort zur Verfügung stellen zu können.

Noch bevor es auf die gut achteinhalb Kilometer lange Strecke ging, verteilte der Pädagoge persönlich die passenden Anstecker, damit alle wussten, dass hier Menschen freiwillig eine Laufrunde gegen den Krebs unternehmen.

Der Namensgeber des Laufs, Terry Fox, erkrankte als 18-Jähriger an Knochenkrebs. Obwohl ihm das rechte Bein bis zum Oberschenkel hinauf amputiert werden musste, beschloss er, aktiv etwas für die Betroffenen und gegen den Krebs zu unternehmen. Seine Ursprungsidee, durch Kanada zu laufen und Geld für dieses Ziel zu sammeln, setzte er 1980 um. Nach 143 Tagen und 5373 Kilometern musste Fox allerdings seinen Lauf abbrechen, der Krebs kehrte zurück und raubte ihm die Kraft. Wenige Monate später erlag er seinem Leiden, bewegte mit seinem „Marathon of Hope“ aber die Menschen nachhaltig. So sind bis heute zirka 250 Millionen Euro weltweit im Sinne von Terry Fox gegen den Krebs erlaufen worden.

Das war natürlich auch in Geilenkirchen das erklärte Ziel neben der Bewegung. Denn schließlich wurden seit dem Start des gemeinsamen Laufs schon weit über 130 000 Euro an Spenden für Krebspatienten gesammelt. Doch vor allem stand der für alle Interessierten offene Lauf auch für den Spaß, sich gemeinsam für die gute Sache zu bewegen.

Damit das nicht auf Kosten der Fitness ging, sorgte Warm-Up-Coach Melissa Leduc mit fetziger musikalischer Untermalung für die Einstimmung. Danach ging es ab auf die Strecke, die Bauarbeiten an der Wurm machten einen kleinen Umweg für die Aktiven notwenidg. „Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch“, war Schulleiter Peter Pauli sicher. Und da es ums Ankommen, nicht ums Tempo ging, blieb den Teilnehmern auch insgesamt drei Stunden Zeit, um die Strecke so richtig zu genießen.

Am Ende winkten nicht nur der Button und eine Erfrischung für alle Teilnehmer, sondern auch das gute Gefühl, sich und den Menschen etwas Gutes zu tun.

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