Tausende Besucher stürmen Schloss Trips

Von: Georg Schmitz
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Wie in alten Zeiten: Ritterschaften aus dem Rheinland vollführten beim Burgfest Schwertkämpfe und mittelalterliche Tänze. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Hanno Frenken war begeistert, aber mit einem derartigen Andrang hatte er in seinen kühnsten Träumen nicht gerechnet. Tausende Menschen waren der Einladung zum ersten mittelalterlichen Burgfest in und um Schloss Trips gefolgt und erlebten hier einen unterhaltsamen Tag. Seit zehn Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Familie Davids als Eigentümer der Schlossanlage und dem Betreiber, der Franziskusheim gGmbH, deren Geschäftsführer Hanno Frenken ist.

Das Zehnjährige des Altenheimes Burg Trips hatte das Leitungsteam der Einrichtung zum Anlass genommen, ein großes Fest mit Jahrmarktcharakter zu organisieren. Aussteller, aktive Gruppen und Kunstschaffende brachten Leben in die historischen Gemäuer und auch die Bewohner des Altenheimes Burg Trips profitierten von dem Trubel um ihr Quartier.

„Ein Segen für die Menschen“

Probst Albert Honings, Pfarrer Peter Frisch und Pastor Wilhelm Lenzen zelebrierten den Gottesdienst zur Eröffnung des Festes gemeinsam. Bürgermeister Thomas Fiedler blickte in seiner Ansprache in die Historie von Schloss Trips, das viele Besitzerwechsel erlebt habe.

„Vor mehr als zehn Jahren waren es das unternehmerische Engagement und der Weitblick der Familie Davids und der Franziskusheim gGmbH, die zu einer neuen Nutzung der Burg führten und für die Stadt und die hier wohnenden Menschen zum Segen wurden“, lobte Fiedler die Initiative.

Da die Lebenserwartung stetig ansteige, komme auch den Senioreneinrichtungen immer mehr Bedeutung zu. Es werde zunehmend Aufgabe der Gesellschaft, sich um ihre älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen zu kümmern.

Alle seien es den Seniorinnen und Senioren, die ein Leben lang hart gearbeitet und wichtige gesellschaftliche Leistungen erbracht hätten, schuldig, ihnen ein Altern in Würde zu ermöglichen. Dass der Mensch für das Altenheim Burg Trips die zentrale Rolle spiele, würden nicht nur die Bewohner, sondern auch die Besucher erkennen.

Fiedler lobte die Franziskusheim gGmbH als kompetenten Partner, wenn es um die Stadtentwicklung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels geht. Für die Eigentümerfamilie überbrachte Willy Davids ein Grußwort, während Hanno Frenken sich für die Zusammenarbeit mit der Familie Davids bedankte.

180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Franziskusheim, dem Altenheim und der Tagespflege packten am Sonntag mit an und hatten sich zweieinhalb Stunden ehrenamtlich zur Verfügung gestellt.

Das Besucheraufkommen war derart groß, dass am Nachmittag die Landstraße 42 ab Berliner Ring in Richtung Süggerath für mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt werden musste. Hunderte Autos parkten über eine Strecke von fast einem Kilometer beidseitig der Straße. Auch in den Wiesen und Wohnvierteln ringsum waren die Autos abgestellt.

Ohrfeige nur angedeutet

Während der Vierspänner von Heinz Thelen interessierte Personen um die Schlossanlage fuhr, zeigten verschiedene Ritterschaften aus dem Rheinland Schwertkämpfe und mittelalterliche Tänze.

Mit Schwert und Ohrfeige schlug Wolf Reichsritter von Eckbertsstein gerade den zehnjährigen Tim zum Ritter, wobei die früher übliche Ohrfeige nur angedeutet war. Die Ritterscharen hatten ihre Lager im schönen Schlosspark hergerichtet und da gab es viel für die Besucher zu sehen.

Amüsiert schauten die Gäste den seltenen Krummschnabelenten, den Weißlatzenten, den Füßfederigen Zwerghühnern und den Alt-Deutschen Landenten zu. Wobei letztere Gruppe auch schon mal den Marsch durch das Publikum antraten.

Im Festzelt zeigte derweil der Tanzsportverein (TSV) Geilenkirchen neu einstudierte Showtänze. Den ganzen Tag über war hier für ein Rahmenprogramm gesorgt. Berti Davids-Heinrichs hatte mit ihren Burgführungen viel zu tun, hier gab es zeitweise sogar Wartezeiten.

Sämtliche Handwerker und Kunstschaffende hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, jedoch war für jeden Geschmack – auch in kulinarischer Hinsicht – etwas dabei.

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