Tapas-Abend: Spanische Kochkunst im Klassenzimmer

Von: Georg Schmitz
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Der Tapas-Kurs in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule sollte Bares zur Finanzierung des kommenden Israel-Aufenthaltes der Neuntklässler in die Kasse spülen. Der große Andrang blieb allerdings aus. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Spanische Tortilla, Riesengarnelen in Knoblauch und Karamell-Pudding standen auf dem Speiseplan eines Kochabends in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen. Der erste Tapas-Kochkurs der Schule sollte Bares zur Finanzierung des kommenden Israel-Aufenthaltes der Neuntklässler in die Kasse spülen.

Aus diesem Grund hatten die verantwortlichen Lehrer Sarah Brünjes, Oliver Henkenjohann und Daniel Bani-Shoraka interessierte Bürger zum fröhlichen Kochen eingeladen. Dabei stand Spanien im Fokus des geselligen „Bruzzelns“ und so ging es um „Tapas“, die kleinen und beliebten Tellergerichte.

Der große Andrang blieb allerdings aus, denn von den zehn angemeldeten Koch-Aspiranten waren nur sieben erschienen. Bis zu 15 Personen hätte der Kochkurs für den guten Zweck aufnehmen können. Aufgrund mehrerer Spenden und von den Teilnehmern freiwillig erhöhten Kursbeiträgen blieb am Ende doch noch etwas für die Fahrt nach Auschwitz übrig.

Die Schüler des neunten Jahrgangs, Raffaela D´Ambrosio und Niko Hirt, unterstützten ihre drei Lehrer tatkräftig. Die ambitionierten Laien Sarah Brünjes und Daniel Bani-Shoraka waren prädestiniert für die Begleitung des Tapas-Kurses, schließlich lehren sie unter anderem Spanisch an der Gesamtschule und entwickeln so ein gewisses Verständnis für die spanische Esskultur. Hauswirtschaftslehrer Oliver Henkenjohann durfte ohnehin nicht fehlen, denn er ist von Berufs wegen ein ausgebildeter Koch. Sein Spruch des Abends: „Wer lesen kann, kann auch kochen“.

Kartoffeln und Zwiebeln schälen und klein schneiden, Garnelen vorbereiten, Spinat verlesen und putzen sowie Tomaten und Knoblauch zerkleinern war zu Beginn des Arbeitsprozesses bei den sieben Hobbyköchen angesagt. Dann hieß es, den Spinat mit Rosinen und Mandeln abzustimmen, die Tortilla in der Pfanne zuzubereiten und die anderen Zutaten und Gewürze beizufügen. „Espinacas con pasas y almendras“, so der spanische Name der Spinatzubereitung, bildeten neben dem Kartoffelgericht den Hauptgang beim Tapas-Abend.

Alle benötigten Lebensmittel hatte die Schule im Vorfeld eingekauft. Im weiteren Verlauf des Kochkurses verbreitete sich ein immer intensiver werdender Duft in der Küche, und zum Schluss konnten die Teilnehmer es kaum abwarten, ihren Gaumen mit den ureigenen Kochkreationen zu verwöhnen. „Es hat alles gut geschmeckt“, war die einhellige Meinung und es gab nicht die geringste Kritik an des Nachbars Kochkunst.

Auch das Dessert, der „Flan al caramelo“ – der Karamell-Pudding – begeisterte die Gesellschaft. Ein passender Rotwein durfte nicht fehlen, doch hier hatten naturgemäß die Schüler das Nachsehen – sie mussten sich mit Wasser begnügen.

Daniel Bani-Shoraka und seine Kollegen sehen dem zweiten Kochabend im März 2015 entgegen und hoffen auf eine höhere Beteiligung. Alle sieben Hobby-Köchinnen und -Köche des Tapas-Kurses haben schon jetzt ihre Teilnahme zugesagt.

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