Tagespflege pünktlich am Start

Von: Markus Bienwald
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Bei der Einsegnung durch Pfarrer Peter Frisch gab es natürlich von Architekt Josef Viethen einen Schlüssel für Einrichtungsleiterin Lucyna Steffek und Franziskusheim-Geschäftsführer Hanno Frenken (v.l.).
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Bei gutem Wetter können sich die bis zu zwölf Gäste der Tagespflege im Innenhof wohlfühlen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. „Es war der pure Horror“, erinnert sich Hanno Frenken, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH, an eine ganz bestimmte Begebenheit beim Bau der Tagespflegeeinrichtung in Hünshoven. Eigentlich war schon fast alles fertig, der frühere Pfarrsaal der katholischen Kirche St. Johann Baptist in Hünshoven stand drei Tage vor der Eröffnung am Maifeiertag blendend da.

„Doch dann mussten alle Fliesen runter und neu gemacht werden“, berichtet Frenken. Doch auch dieses Problem war dank der am Umbau beteiligten Firmen und dem Team des Franziskusheimes gelöst.

Frenken ist für gewöhnlich niemand, dem es vor Bauarbeiten graut, ganz im Gegenteil: „Ich finde das gut“, sagt der Herr über derzeit mehrere Baustellen. Doch der Umbau im denkmalgeschützten Gebäude forderte ihn und sein Team. „Das war wirklich ein strammer Zeitplan“, so Frenken, der trotz der einen oder anderen Überraschung im Altbau und den unbedingt zu berücksichtigenden Vorschriften des Denkmalschutzes eingehalten werden konnte.

Als Besonderheiten dürfen bei der Entkernung und dem Neuaufbau beispielsweise die kleinen Turmfenster gelten. Sie sind original in Metall erhalten geblieben, gewannen durch von innen davor gesetzte Isolierfenster aber die nötigen energetischen Eigenschaften hinzu. Dass der gesamte Bau, der ab sofort von montags bis freitags die Tagespflege mit ausschließlich examinierten Fachkräften für insgesamt zwölf Gäste ermöglicht, barrierefrei angelegt ist, war dem Bauherren ein besonderes Anliegen.

So gibt es beispielsweise höhenverstellbare Toiletten, dazu Nasszellen mit Aufstehhilfe und bodengleiche Übergänge auch auf dem Außengelände. Letzteres dürfte zu den Perlen des Angebotes zählen, denn neben dem großzügigen Innenraum mit Nebenräumen und Versorgungsbereichen eignet sich dieser Innenhof auch für die Betreuung von dementiell erkrankten Menschen, die hier auf einem klar definierten und abgeschlossenen Raum den mit Stein und Pflanzen ansprechend gestalteten Garten genießen können.

Mit zum Erfolg des Baus hat nicht nur Architekt Josef Viethen beigetragen, auch die Haustechniker des Franziskusheimes, Einrichtungsleiterin Lucyna Steffek und der Sozialdienst um Leiter Mario Ohnesorg brachten ihre Ideen und Erfahrungen ein.

Bei der Einsegnung durch Pfarrer Peter Frisch betonten die Initiatoren, dass mit der neuen Tagespflegeeinrichtung nicht nur neues Leben in Hünshoven einziehe. Gleichzeitig verknüpfe das Projekt Denkmalschutz und ein ganz neues Innenleben miteinander.

Überdies sei im Zuge des Kirchlichen Immobilienmanagement-Prozesses des Bistums Aachen ein von der Schließung bedrohter Standort nun einer neuen Nutzung zugeführt worden. Und darüber freute sich nicht nur Hanno Frenken, zumal der vom Landschaftsverband Rheinland vorgegebene Kostenrahmen trotz mancher „Überraschung“, die im alten Gemäuer steckte, eingehalten werden konnte.

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