Tag des offenen Denkmals: Alte Gemäuer erwachen zu neuem Leben

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Das illuminierte Schloss Zweibrüggen: Der klassizistische Bau ist auch am Tag des offenen Denkmals zu besichtigen. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. Schlösser, Kirchen, Zechengebäude und die Römer werden am Sonntag, 13. September, in Übach-Palenberg ihre Türen öffnen. Beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals stellen sich die sechs Kulturdenkmäler vor, die Geschichte der Ex-Zechenstadt wird an diesem Tag lebendig.

Da ist die St.-Petrus-Kapelle (Karlskapelle) - die sehenswerte, aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammende Kapelle, ist sicher einen Besuch wert. Die Führungen werden von der katholischen Kirche Palenberg veranstaltet. (Führungen 14 bis 17 Uhr).

Einen interessanten Einblick gewährt auch das Carolus Magnus Centrum (CMC). Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zeche Carolus Magnus befindet sich die ehemalige Lohnhalle, die einen Vergleich mit anderen Objekten des Ziegelexpressionismus, wie etwa dem Hoechsthaus in Frankfurt, nicht zu scheuen braucht. Führungen (12 bis 17 Uhr).

Aus dem 15. Jahrhundert

Auf dem Programm steht auch die alte Pfarrkirche Frelenberg. Frelenbergs alte Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und war zunächst ein einfacher kleiner Saalbau, der im 17. Jahrhundert nach Westen verlängert wurde und den Glockenturm erhielt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche nach Osten um Chor und Sakristei erweitert. Die oben auf dem Berg gelegene Kirche ist das Wahrzeichen Frelenbergs. (Führungen 14 bis 17 Uhr).

Ausstellung bei Riediger

Eingebunden in den Tag des offenen Denkmals ist auch die Ausstellung „Unser Land zur Römerzeit” von Richard Riediger in dessen Museum, Otbertstraße 21, die vom 12. bis 27. September dauert. Riediger zeigt römische Funde aus Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Gangelt, Alsdorf und Rimburg. Darunter befinden sich Teile eines Brunnens der Villa in Geilenkirchen, Fußbodenplatten, Reste bemalten Wandputzes, ein Abguss eines Kapitells und ein ebenfalls römischer Sarkophag samt einiger Grabbeigaben.

Des Weiteren gestaltet die Hobby-Archäologin Josefa Arnusch eine Vitrine mit zahlreichen Funden aus ihrer Heimat Gangelt. Die Ausstellung ist geöffnet: samstags von 11 bis 13 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr und mittwochs von 16 bis 19 Uhr.

Auch das Mittelalter lässt grüßen - im Naherholungsgebiet Wurmtal. Dort im so genannten Mittelalterlager werden Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, jeweils von 11 bis 20 Uhr, Darsteller Einblicke in frühere Jahrhunderte geben.

Klassizistischer Baustil

Schloss Zweibrüggen lädt ebenfalls ein. Das im klassizistischen Baustil errichtete Schloss zeigt sich an diesem Sonntag wieder von seiner besten Seite. Ein buntes Programm lockt die Besucher zum Schloss.

Die Stadt Übach-Palenberg freut sich, den vielen interessierten Besuchern auch in diesem Jahr neben den leiblichen Genüssen wieder einen Augenschmaus bieten zu können. (Führungen 12 und 15 Uhr)

In diesem Jahr ist es dem Kulturamt gelungen, die Künstlerinnen Kiki Bragard aus Übach-Palenberg und Angelika Keller, gebürtige Übach-Palenbergerin, sowie die Coolpuk aus Amsterdam für eine Ausstellung zu gewinnen. Im Schloss Zweibrüggen zeigen sie Gemälde, Drucke und Skulpturen.

Locker und zwanglos geht Kiki Bragard ans Werk, wenn sie ihre „City-Shapes” malt. Sie ist weit gereist, was sie in ihren Stadtbildern auf eine fast naive, verspielte und dennoch moderne Art und Weise umsetzt.

Coolpuk ist aufgewachsen zwischen den Tulpenfeldern Hollands. Beeinflusst durch die vielen Farben ihrer Umgebung malte sie stets fröhlich. In den frühen 90ern studierte sie in Amsterdam Design und Illustration. In dem Schmelzpunkt der Kulturen konnte sie viel Inspiration für ihre Charaktere und Zeichnungen finden.

Angelika Keller, mit Familiennamen Jöris 1959 in Palenberg geboren, widmet sich dem Gestalten von Objekten aus Keramik und Metall. Außerdem gehört sie dem Künstlerpool des Landesprogramms NRW-Kunst und Schule an. Weitere Arbeitsschwerpunkte liegen sowohl in facettenreicher Natur- und umweltbezogener Ausrichtung als auch in der Darstellung der Weiblichkeit.

Kaffee und Kuchen

Schon obligatorisch und bei Jung und Alt gleichermaßen sehr beliebt sind die Gaumenfreuden auf Schloss Zweibrüggen. So gibt es den Mittagstisch - von 11 bis 14 Uhr; Kuchen, Kaffee und andere Getränke gibt es von 14 bis 17 Uhr. Mit Musik geht alles besser. „Blues and more von Tea-Jazz” heißt die Devise von 15 bis 17 Uhr.

Haus Basten lädt zum informativen Besuch ein

Auch in Geilenkirchen wird sich am Tag des offenen Denkmals ein altes Gemäuer den Besuchern präsentieren. Die Stadt Geilenkirchen stellt „Haus Basten”, verbunden mit einer Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre Begegnungsstätte Haus Basten” vor.

Bei dem Baudenkmal handelt es sich um eine Backsteinanlage aus dem 18. Jahrhundert mit Mansarddach, die im Couven-Stil errichtet wurde. Bis in die 1980er Jahre war das Gebäude im Eigentum der Familie Basten.

1989 wurde das Haus von der Stadt übernommen. Seither spielt „Haus Basten” als die „gute Stube” der Stadt eine wichtige Rolle im lokalen Kulturleben.

Thomas und Friedrich August Basten werden Interessenten durch das Haus führen. Eine kleine Fotoausstellung über die Baugeschichte des Hauses und die Zeit als Ölmühle wird von 11 bis 18 Uhr ebenfalls angeboten.

Einlass in die städtische Begegnungsstätte, Eingang Friedlandplatz, ist ab 10.45 Uhr. Die musikalische Begleitung der Veranstaltung übernimmt Olga Kreimer. Für 11.15 Uhr ist die Begrüßung durch den Bürgermeister vorgesehen. Um 11.30 Uhr erfolgt die erste Führung durch „Haus Basten”, um 15 Uhr die 2. Führung.
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