Tag der Offenen Gartenpforte bei Ehepaar Schlicher

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Heinz-Josef und Riekie Schlicher zeigten am vergangenen Sonntag vielen Besuchern ihrem Garten. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Die Blumen- und Farbenpracht im Garten der Schlichers ist überwältigend.

Gangelt-Schierwaldenrath. „Dem Paradies sehr nahe!“ So lautete ein Eintrag im Gästebuch der Gartenfreunde Schlicher, die sich am Sonntag wieder am „Tag der Offenen Gartenpforte Rheinland“ beteiligten.

Warum man Blumen und Stauden immer von groß nach klein pflanzen sollte und die Frage, was man denn an einem Buchsbaum, der vom Buchsbaumzünsler befallen ist, noch retten könne, waren zwei der großen Themen bei den Eheleuten Schlicher in Schierwaldenrath.

Das heißt, noch häufiger bekamen Riekie und Heinz-Josef Schlicher zu hören, wie wunderschön angelegt, geschmackvoll gestaltet und überwältigend die Blumen- und Farbenpracht in ihrem Garten sei. Die Mischung aus formal gegliederten Bereichen und einer naturnahen Großzügigkeit machen den parkähnlichen Garten zu einem blühenden Paradies.

Kreise und Rundungen bestimmen die Struktur des Gartens. Neben dem Küchen- und Heilkräutergarten bieten üppige Blumenbeete ein ausgelassenes Farbenspiel, das geschmackvoll und unaufdringlich komponiert ist.

Besucheransturm garantiert

Riekie Schlicher arrangierte ihre umfangreiche Staudensammlung mit besonderen Bäumen und Sträuchern unter Einbeziehung von zwei Naturteichen und mehreren Terrassen und Pergolen. Da der Garten nicht weit vom Knotenpunkt 56 des Radwegenetzes und vom Bahnhof der Historischen Dampfeisenbahn entfernt ist, waren bei herrlichem Wetter viele Besucher garantiert. Für das leibliche Wohl sorgten diesmal die Enkelkinder Marleen und Cornelis.

„Ausreißen!“, so lautet der ultimative Schlicher-Tipp zum Umgang mit einem vom Buchsbaumzünsler befallenen Buchsbaum. Daneben war auch die Frostnacht im April mit ihren Folgen ein beliebtes Thema. „Ich habe den Besuchern hierzu gesagt: Was die Natur verursacht, regelt sie anschließend selbst“, so Heinz-Josef Schlicher.

Er und seine Frau freuten sich, dass unter den rund 140 Gästen viele junge Besucher verstärkt Garten- und Pflanzeninteresse zeigen. „Eine aus unserer Sicht erfreuliche Entwicklung!“ Die beiden haben aber auch ein Händchen für die richtigen Kombinationen. Gartenpflanzen, Bäume, Stauden, dazu wilde Pflanzen, Biotope für allerlei Getier (speziell die beiden Frösche im Teich machten auf sich aufmerksam) und Kräuter-, Gemüse- und ein Obstgarten harmonieren miteinander.

„Wir versuchen, mit dem Konzept „Inklusiver Garten“ zu dokumentieren, dass Nachhaltigkeit im Garten nicht teuer sein muss“, so Riekie Schlicher. Die Gartenfreunde arbeiten nach den „3xGrün-Prinzipien“: Da wäre der Gebrauch vieler verschiedener Pflanzen, am liebsten auch einheimische und wilde Sorten, dann die Idee, so viel wie möglich vorhandene Materialien und langlebige Produkte einzusetzen und zum Schluss dem ganzen Ensemble Raum für natürliche Prozesse und Entwicklungen zu lassen.

In diesem Jahr gibt es noch zweimal die Möglichkeit, den traumhaften Garten in Schierwaldenrath zu besuchen: Die nächsten Termine: Sonntag, 18. Juni, und Sonntag, 17. September, jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr.

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