Geilenkirchen - „Tag der Begegnung“: Kultur aus zwei Dutzend Ländern

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„Tag der Begegnung“: Kultur aus zwei Dutzend Ländern

Von: Georg Schmitz
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Kulturelle Vielfalt als Bereicherung erkennen: Beim „Tag der Begegnung“ des Freshman Institute am Loherhof präsentierten die Studierenden unter anderem kulinarische Besonderheiten ihres Landes. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Geilenkirchen ist eine internationale Stadt und darauf sind wir sehr stolz“, freute sich Bürgermeister Thomas Fiedler beim „Tag der Begegnung“ im Loherhof. An der Internationalität habe das Freshman Institute der Fachhochschule Aachen im Campus Loherhof einen maßgeblichen Anteil, denn hier seien junge Menschen aus zwei Dutzend Ländern beheimatet.

Der Bürgermeister rief die Besucher des dritten „Tages der Begegnung“ auf, jede Möglichkeit zu nutzen um mit den jungen Leuten Kontakt aufzunehmen. Diese Kontakte über verschiedene Kulturen und Nationalitäten hinweg seien eine Bereicherung für Jedermann. „Wir sind heute hier, um zu feiern und nicht über Examina zu reden“, machte die Geschäftsführerin des Freshman Institute, Maria Kappenstein klar.

Gemeinsamkeiten pflegen, diskutieren, Freude teilen, sich kennen lernen und Speisen aus aller Herren Länder zu genießen ist die Intention der Begegnungstage im und um den Loherhof. Thomas Fiedler hatte zunächst Pech, denn seine Tabouleh ging ihm durch die Lappen. Bereits nach zehn Minuten war das aus gehackter Blattpetersilie und Couscous bestehende marokkanische Gericht ausverkauft. Doch er konnte sich dann noch an der iranischen Küche und an albanischen Hackfleischbällchen laben. Letztere riefen bei ihm alte Erinnerungen an eine Albanien-Reise wach.

Im Eingangsbereich grillen derweil Janbek aus der Türkei, Diguijay aus Indien und Heliana aus Ecuador spanische Tortillas und Burritos. Das schmeckt Soheil Mirzapoor und dessen Mutter Simin Ghashghaei, die aus dem Iran angereist ist und ihn einen Monat lang besucht, sehr gut.

Live-Musik, Spiele, Sport und Präsentationen hielten mehrere hundert Besucher bei Laune, die über den Nachmittag verteilt den Gastgebern ihre Aufwartung machten. Eine Ausstellung mit Bildern und Kunst-Malerei, ein „Menschenkicker“ sowie ein Fußballturnier rundeten das Angebot ab.

Interessenten konnten ihren deutschen Namen in der „Kalligraphie-Abteilung in chinesische Schriftzeichen übersetzen lassen und das Geschriebene mit nach Hause mitnehmen.

Der Gründer und heutige Leiter des Freshman Institute, Professor Hermann-Josef Buchkremer, ließ es sich nicht nehmen, einmal bei „seinen Jungs und Mädels“ vorbeizuschauen.

Sara Khaffaf-Roenspieß und der Brasilianer Jairo Monclair führten als Moderatorenteam durch das Programm. Neu in den Freshman-Stundenplan aufgenommen wurde im laufenden Schuljahr der Musikunterricht, für den Monclair verantwortlich zeichnet.

„Das haben wir gemacht, um den Studierenden neben dem Lernalltag etwas Abwechslung zu bieten“, erläutert Monclair. Dass die Schüler etwas bei ihm gelernt haben, bewiesen sie an Ort und Stelle mit instrumentellen Beiträgen und Gesang. Eine Percussion-Session mit alltäglichen „Utensilien“ wie Kochtopf, Kunststoffbecher und Essstäbchen förderte zum Erstaunen vieler Gäste rhythmische Melodien zutage. Bei den weiteren Musikbeiträgen wechselten Hardrock und Balladen ab.

Für die Geilenkirchener Bevölkerung hat sich der Besuch allemal gelohnt, und vielleicht haben sich auch Paten für die Studierenden gefunden, denn die werden immer gesucht.

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