„Swinging X-mas“: Weihnachtskonzert der SSB-Bigband

Von: Johannes Gottwald
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Swinging-X-mas: Die SSB-Bigband unter der Leitung von Christoph Manuel Jansen begeistert wieder einmal ihre Fans in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule. Foto: Johannes Gottwald
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Auch Santa Claus gab sich die Ehre: Er verteilte Geschenke an das Publikum und ließ sich auf der Bühne blicken.

Geilenkirchen. Der Advent ist die Zeit der Stille und Besinnung – aber ebenso auch die Zeit von Glitzer und Glamour, die Zeit der Weihnachtsmärkte und der funkelnden Lichterketten hinter den Fensterscheiben. Und er ist natürlich eine besondere Zeit für die SSB-Bigband, die bereits zum neunten Male zum vorweihnachtlichen Konzert unter dem Motto „Swinging X-mas“ in die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule einlud.

Hocherfreut konnte der Bigband-Leiter Christoph Manuel Jansen zu Beginn feststellen, dass eine noch größere Zuhörerzahl als im Vorjahr den Weg in die Aula gefunden hatte.

Festliche Bläserklänge leiteten das erste Stück „Hark the herald angels swing“ ein, dann blitzte kräftiger Foxtrott-Rhythmus auf. In diesem Stück wurde eine bekannte Melodie von Felix Mendelssohn-Bartholdy verwendet, die neuerdings auch als Kirchenlied („In das Warten dieser Welt“) in unseren Gottesdiensten gesungen wird. Ruhiger und besinnlicher ging es bei „Let it snow“ zu, dass offensichtlich ein frommer Wunsch war, denn draußen fiel keineswegs Schnee, sondern es herrschten Sturm und Regenschauer.

Gebäck und Süßigkeiten

Nach dem eher konventionellen „Magic Moments“ folgte das prachtvolle „Santa Claus is coming to town“ – und zum großen Vergnügen des Publikums erschien der heilige Mann persönlich und verteilte aus seinem großen Sack Gebäck und Süßigkeiten. Aber er betrat anschließend auch die Bühne und trug ein durchaus ernst zu nehmendes Gedicht vor, das die unnötige Hektik und Betriebsamkeit der Vorweihnachtszeit anprangerte.

Es sollte nicht die einzige Text-Darbietung des Abends bleiben: Die kleine Melissa Gerschel begeisterte mit einem auswendig vorgetragenen Gedicht und Christoph Manuel Jansen zitierte aus einem Leserbrief, der sich mit der Umbenennung des Martins-Tages zum „Lichterfest“ auseinandersetzte: „Demnächst machen wir Weihnachten noch zum Friedensfest und Ostern zum ‚Welt-Eiertag‘. Kein Muslim würde auf die Idee kommen, den Ramadan zum ‚Diäten-Monat‘ oder das Fastenbrechen zum ‚Happy-Breakfast‘ umzufunktionieren .“

Heiterkeit und zustimmender Beifall waren die Antwort des Publikums, das im weiteren Verlauf des Abends auch mitsingen durfte – etwa bei dem Zuckowski-Schlager „In der Weihnachtsbäckerei“. Ein altes englisches Weihnachtslied wurde in „The first noel“ verarbeitet, im nachfolgenden „Joy to the world“ wurden der Spiritual „Go, tell it on the mountains“, eine bekannte Händel-Melodie aufgegriffen und unbekümmert das berühmte „Halleluja“ zitiert.

Nach dem beschwingten „We wish you a merry christmas“ betraten dann die vier Damen der Gruppe „Halb so wild“ das Podium; sie waren diesmal von der Bigband als Gäste eingeladen worden. Unter dezenten Gitarrenklängen zogen die „Dezemberträume“ vorüber, frisch und spritzig wurden „Because I´m happy“ und „You’ve got a friend“ vorgetragen, während dem Lied „Hört die Botschaft dieser Stunde“ eine alte russische Volksweise zugrunde lag. Das launige „Jingle Bells“ bildete den Ausklang dieses Auftrittes, für den es starken Beifall gab.

Südländische Atmosphäre

Auch im zweiten Teil des Konzertes begeisterten Christoph Manuel Jansen und seine Band die Zuhörer mit ihrem mitreißenden und temperamentvollen Spiel. Zu den Höhepunkten gehörte zweifellos das beinahe mystisch-entrückte „O holy night“, das heitere „Mary’s boy child“ und „Feliz navidad“, das eine echte südländische Atmosphäre verbreitete.

Kein Wunder, dass nach dem abschließenden „Happy X-mas“ die Ovationen kein Ende nehmen wollten, so dass mit „Rudolph, the Red-nosed reindeer“ und „Winter wonderland“ noch zwei Zugaben fällig waren.

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