Süggerather sammeln für Defibrillator

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Geilenkirchen-Süggerath. Einsatzkräfte der Feuerwehr riskieren seit jeher ihre Gesundheit und ihr Leben, um anderen zu helfen. Zur Reduzierung des Risikos für die Brandschützer werden die Taktik und die Ausrüstung immer weiter entwickelt. Besonders die persönliche Schutzausrüstung wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten immens verbessert, so dass den Feuerwehrleuten im Dienst mehr Sicherheit geboten wird.

Dennoch bleiben die Belastung und das Risiko für die Einsatzkräfte hoch. Vor allem das Herz wird durch Stress und physische Belastung im Einsatz strapaziert. So verstarb vor wenigen Wochen erst ein 21-jähriger Feuerwehrmann im deutschsprachigen Teil Italiens infolge eines Herzversagens.

Insbesondere Atemschutzgeräteträger sind hohen Strapazen ausgesetzt. Verschiedene Untersuchungen zeigten, dass bei Rettungs- und Löscharbeiten in einem brennenden Gebäude die Herzfrequenz bei den Probanden 200 Schläge in der Minute und die Körpertemperatur kritische 41 Grad Celsius erreichen kann. So beziffert die Berufsgenossenschaft in den USA die aufgrund eines Herzversagens verstorbenen Einsatzkräfte auf 44 Prozent aller im Dienst umgekommenen Feuerwehrangehörigen. In Süggerath ist man sich dieser Gefahren bewusst.

Neben den bestehenden Sicherheitsmaßnahmen wie der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung, der Schutzausrüstung und den taktischen Maßnahmen wie der Atemschutzüberwachung im Einsatz, wollen die Süggerather Feuerwehrleute nun einen AED – einen Automatisierten Externen Defibrillator – anschaffen, um im Ernstfall den erkrankten Kameraden helfen zu können. Kommt es nämlich zu Herzrhythmusstörungen, kann ein solches Gerät durch Stromstöße Leben retten.

AEDs hängen mittlerweile an vielen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen, Banken oder Verwaltungen griffbereit an der Wand. Dennoch sind sie in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Staaten noch spärlich vorhanden. Dabei geht die Björn-Steiger-Stiftung davon aus, dass von den 274 Menschen, die täglich aufgrund eines Herzversagens sterben, viele mittels AED und einer Herz-Lungen-Wiederbelebung im Rahmen der zügig eingeleiteten Ersten Hilfe durch Laien gerettet werden könnten.

Damit die Süggerather Feuerwehrleute auch so ein Gerät auf ihr Löschfahrzeug verladen können, sammeln die hiesigen Floriansjünger nun Spenden und hoffen, dass das anstehende Sommerfest, das am Samstag, 8. August, ab 18 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus Süggerath stattfindet, ebenfalls einiges zur Finanzierung beiträgt. Neben Grillspezialitäten und einer Longdrinkbar ist auch für Kinderbelustigung gesorgt. Unterstützt wird die Löscheinheit bei der Anschaffung von Notfalltechnik Fiegen.

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