Suche nach Leiche geht weiter

Von: red
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Nach einem Mordfall in Limburg wurde in 2013 die Teverener Heide mit einem Bagger umgegraben. Jetzt durchsucht die niederländische Polizei ein Wohnhaus. Foto: Günter Jungmann

Geilenkirchen/Rimburg. Im niederländischen Grenzdörfchen Rimburg ist die Polizei erneut auf der Suche nach einer mysteriösen Leiche. Die Tat soll sich nach Polizeiangaben 1996 ereignet haben, wurde den Behörden jedoch erst 2013 bekannt. Bereits 2013 hatten die niederländischen Behörden in der Teverener Heide eine großangelegte Suchaktion gestartet, bei der Bagger große Gebiete abtrugen.

Nach mehreren Tagen wurde die Aktion erfolglos eingestellt. Über ein Jahr dauerten die Ermittlungen, die zu der bisher größten Suchaktion nach einer Leiche im Kreis Heinsberg führten. Mitte August 2013 pumpten rund 200 Kräfte verschiedener Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes aus ganz Nordrhein-Westfalen einen 600 Millionen Liter fassenden See leer.

Planierraupen und Bagger setzten Erdbewegungen in Gang, die aus kriminalistischer Sicht ihresgleichen suchen. Das in Frage kommende Areal in der Teverener Heide wurde fast vollständig umgewälzt, allerdings wurde kein Toter gefunden.

Zwischen acht und 21 Meter tief wurde die über zehn Hektar große Fläche abgegraben. Die spektakulären Arbeiten haben mehr als 110.000 Euro verschlungen.

In dem spektakulären Fall geht es um einen nie als vermisst gemeldeten Mann aus Landgraaf, der seit rund 17 Jahren verschwunden ist. Erst 2012 kam diese Tatsache ans Tageslicht, als der Mann offenbar persönlich bei einer Behörde vorstellig werden sollte. Nach intensiven Ermittlungen ist die niederländische Polizei sicher, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein muss.

Im weiteren Verlauf meldeten sich zwei Zeugen, von denen einer mitteilte, dass er damals gegen eine Bezahlung Müll in einer Kiesgrube in der Teverener Heide auf Gangelter Gemeindegebiet entsorgt habe.

Zwischenzeitlich ist dieser damals als Maschinist für ein Brunssumer Unternehmen arbeitende Hauptzeuge aber gestorben. Er konnte allerdings zuvor noch in etwa die Stelle beschreiben, wo er auch eine verschlossene Mülltonne versenkt hatte. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Leiche in dieser Tonne befindet. Aber ab 1996 wurde die Kiesgrube verfüllt, im Laufe der Jahre bildete sich ein See darüber.

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