Stück der Theatergruppe Kreuzrath: Fest der Liebe mitten im Frühling

Von: Andrea Schever
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Wenn zu Weihnachten auch noch die Polizei (Hendrik Görgens, r.) vor der Tür steht, ist das Chaos und der Nervenzusammenbruch bei Andrea Kapp (Stefanie Laugs, 2.v.r.) quasi vorprogrammiert. Foto: Andrea Schever

Gangelt-Kreuzrath. Wenn die Dame des Hauses fordert, dass am Heiligabend ein Baum im Hause steht, dann hat da auch einer zu sein. Und dass der wehrte Gatte sich mit der Beschaffung des Grünzeugs Zeit lässt, ist wohl genauso wenig verwunderlich wie die Tatsache, dass es schließlich im Hause drunter und drüber geht.

Mit ihrem diesjährigen Stück „Und morgen kommt der Papst“ holte die Theatergruppe Kreuzrath unter der Regie von Hans-Josef Schmölders und Sarah Jarco das Fest der Liebe trotz frühlingshafter Temperaturen noch einmal ins Dorfzentrum.

Das Chaos ist dabei schnell perfekt: Hans Kapp (Stefan Schmölders) hat das mit der Baumbeschaffung etwas vertrödelt und erwartet nun von Schwager Werner (Martin Otto) Hilfe dabei, die Tanne des verhassten Nachbarn zu klauen. Der ewige Junggeselle Werner stimmt zu, doch hat er mit Luzia Storz (Michaela Bertleff), Arbeitskollegin von Mutter Andrea und potenzielle Zukünftige, auch noch einiges zu tun.

Doch Luzia ist nicht der einzige Gast bei der Familienfeier: Sohn Tobias (Hendrik Görgens) hat seine monatelang geheim gehaltene, neue Freundin Anna (Monique Faßbender) mitgebracht und verkündet gleich mal ihre Hochzeit. Und als ob das alles Mutter Andrea (Stefanie Laugs) nicht schon nah genug an den Nervenkollaps bringen würde, fragt die vergessliche Oma Berta (Rita Görgens) auch noch dauernd, wann der Papst kommt.

Das Chaos macht dann der als Polizist arbeitende Sohnemann perfekt, als er dienstlich vor der Tür steht und den entwendeten Tannenbaum sucht.

Mit dieser turbulenten Geschichte bereitete die Theatergruppe den Zuschauern viele humorvolle Stunden. Alle drei Aufführungen waren zur Freude der Theatergruppe auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Dem Angebot, sein Kaffee- und Kuchenkränzchen vor die Sonntagsvorstellung in das Dorfzentrum zu verlegen, wurde wieder zahlreich gefolgt. Manche treuen Gäste nehmen dafür sogar längere Touren in Kauf: „Wir haben sogar Zuschauer hier aus der Eifel und aus Richtung Köln“, berichtet ein Mitglied der Theatergruppe.

Um die Treue zu belohnen, legen sich die Schauspieler dann auch richtig ins Zeug: Nicht nur, dass es beim Kampf um den Weihnachtsbaum heftige Rangeleien gab – so manch ein Schauspieler trat sogar trotz Kehlkopfentzündung auf und bereitete den Zuschauern eine heitere Zeit.

Am Ende hing der Haussegen dann trotz des enorm teuer gewordenen Weihnachtsbaums wieder gerade und es gab Geschenke – auch wenn Oma Berta immer noch fragen musste, wann denn endlich der Papst kommt.

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