Studien- und Informationsbörse: Klares Zeichen für das Handwerk

Von: Markus Bienwald
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Schon bei der Eröffnung gab es zahlreiche Besucher bei der inzwischen zehnten Auflage der Studien- und Berufsinformationsbörse „Be Future!“. Foto: Markus Bienwald
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An verschiedenen Ständen können die Besucher auch praktische Erfahrungen sammeln.

Geilenkirchen. „Wussten Sie eigentlich, dass es so viele interessante Berufe gibt?“, fragte Handwerkskammerpräsident und Schirmherr Dieter Philipp bei der Eröffnung der zehnten Studien- und Informationsbörse „Be Future!“ am Freitag.

Dabei hatte sich die wieder vom Organisatorenteam Wilfried Kleinen und Robert Jansen bestens vorbereitete Messe auf dem Gelände des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula am Geilenkirchener Markt ihr Ausrufezeichen im Namen wirklich verdient. Denn auch die „zehneinhalbte Auflage“, wie Kleinen sie wegen der ausgefallenen Messe im Vorjahr nannte, bricht wieder alle Rekorde.

Am Eröffnungstag und am Samstag sind insgesamt 63 Institutionen, Organisationen und Firmen dabei. Sie stellen nicht nur sich, ihre Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten vor, sondern bieten auch Aktionen zum Mitmachen an. Da gibt es beispielsweise bei einem Maschinenbauunternehmen einen Satz Metallwerkzeuge, mit dem die Besucher sich vor Ort nicht nur ihr eigenes Erinnerungsstück selbst herstellen, sondern sich auch einen lebendigen Einblick in die tägliche Arbeit eines Mitarbeiters verschaffen können.

„Ohnehin lebt unsere Messe davon, dass hier meistens auf Augenhöhe agiert wird“, betonte Wilfried Kleinen am Rande des riesigen Besucherstroms. Dass das keine leere Worthülse war, ließ sich beim Blick auf die Messestände bestens überprüfen. Meist haben die beteiligten Betriebe eigene Auszubildende mitgebracht, die im ähnlichen Alter der kommenden Schulabsolventen sind und so einen lebendigen Ausdruck davon vermitteln können, was in der Praxis gefordert ist.

Um im riesigen Angebot der Aussteller nicht den Überblick zu verlieren, ist das komplette Angebot auf gleich drei Ausstellungsräume verteilt. So gibt es in der Pausenhalle beispielsweise auch das Angebot der Finanzverwaltung NRW, von Krankenkassen oder des Bistums. „Um Gottes Willen“, hat das Bistum sein Programm überschrieben, was aber weniger als Ausdruck des Entsetzens gemeint ist, sondern mit der kirchlichen Ausrichtung der vielen angebotenen Berufszweige zu tun hat.

Wer sich über die Arbeit beim Rettungsdienst des Kreises Heinsberg informieren will, kann gleich auch mal anhand einer Puppe die nötigen Handgriffe zur Reanimation üben. Was beispielsweise alles aus Kunststoff hergestellt und dann in Fahrzeugen verbaut wird, ist an einem interessanten Stand des Instituts für Kunststoffverarbeitung der RWTH Aachen zu bestaunen. Hier blickten am Freitag die Schüler, die übrigens nicht nur vom Gymnasium selbst, sondern auch von anderen weiterführenden Schulen stammten, beispielsweise auf die Funktionsweise eines Pkw-Tanks.

An der Stirnseite der Aula bietet sich dem Institut für Lasertechnik die beeindruckende Möglichkeit zur Projektion nicht nur des „Be Future!“-Schriftzuges, sondern auch für verschiedene Spiele. Sich spielerisch zu informieren, dabei erste Schritte für die persönliche Zukunft zu planen, das ist natürlich auch bei Organisationen wie der Kreispolizeibehörde Heinsberg oder der Bundeswehr in der Turnhalle der Schule möglich, die sich mit eigenen Ständen präsentieren. „Wir freuen uns immer wieder, dass wir die richtige Mischung finden können, denn eigentlich ist für alle Interessenten etwas dabei“, freute sich auch Mitorganisator Robert Jansen. Er ist zugleich Vertreter der Schule und war glücklich darüber, dass nach der kurzfristigen Absage der Messe im vergangenen Jahr nun nicht nur die jüngste Auflage einen großen Besucherzuspruch verzeichnen konnte. „Wir haben nun auch eine komplett sanierte Turnhallendecke, eventuelle Probleme mit den sogenannten Sauerkrautplatten sind damit endgültig passé“, sagte er am Rande der gelungenen Veranstaltung.

Dass dabei der Handwerkskammerpräsident Philipp die Schirmherrschaft übernommen hat, ist für die Organisatoren weniger glückliche Fügung denn vielmehr gezielte Planung. „Wir wollen ein Zeichen setzen für das Handwerk“, machte Wilfried Kleinen klar. Und auch Schulleiter Jürgen Pallaske bekräftigte, dass sich ohne das Handwerk nichts bewegt. „Unser Motto im Handwerk ist ‚Die Zukunft ist unsere Baustelle‘“, sagte er in seiner Begrüßung. Und das passte natürlich auch allerbestens zur Ausrichtung der Studien- und Informationsbörse. Denn sie versteht sich als Ideengeber und Informationsmedium für Schüler mit allen angestrebten Abschlüssen. „Da es ein großes und differenziertes Angebot gibt, wird das natürlich immer wichtiger“, so Dieter Philipp.

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