Striptease und reiche Russinnen bei der Sitzung der Immendorfer Frauen

Von: Renate Kolodzey
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Beste Stimmung bei den Immendorfer Frauen: Im Finale mit der „Neuen Deutschen Welle“ sangen alle Gäste lauthals mit. Es war ein gelunges Finale für die Sitzung zum 50. Jubiläum. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. Wie grandios „jecke Weiber“ Karneval feiern, davon konnten sich rund 450 Gäste auf den Sitzungen der Katholischen Frauengemeinschaft Immendorf, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, überzeugen. In der Karnevals-Hochburg Werden-Pongs wartete die Vorsitzende Paula Herff scheinbar verzweifelt auf ihre Mitstreiterinnen: „Wo seid ihr bloß?“ Ein Video gab Auskunft.

Die Damen hatten den Termin verschwitzt. Man sah, wie sie gerade joggten, ihr Kostüm anprobierten oder die Kaninchen fütterten. „So geht das nicht!“ entrüstete sich Herff, „jetzt aber schnell auf die Bühne“, und im Handumdrehen sprinteten alle unter dem anfeuernden Klatschen der Zuschauer herbei.

Sitzungspräsidentin Johanna Wagemann beehrte die Aktiven mit dem „Einkaufstaschen-Orden“. Hinter den Kulissen wurden die Frauen unterstützt von Käthe Kleinen, Regina Mehlkop, Elli Lüttgens, Petra Helf und Gerta Reuschers, für die Musik sorgte Sascha Schmitz, das Bühnenbild stammte von Mechthild Beemelmanns.

Drei Clowns und die Politik

Natürlich war auch der Elferrat der KG „Lott se loope“ dabei – samt Präsident Norbert Hermanns, Prinz Marita I., Bauer Kerstin I. und Jungfrau Heike I.. Im ersten Sketch diskutierten drei Clowns (Agnes Bosten, Johanna Wagemann, Paula Herff) über Politik, mutmaßten, dass man sich hierzulande schon darauf vorbereite, mit „St. Martin aus Würselen“ der „Kanzler von Deutschland“ zu werden. Die Gäste johlten und sangen aus voller Kehle das Lied des heiligen Martin. Zwei Ladys im Sportdress (Katja Reichert, Monika Schraudy) beklagten sich nun, dass es beim Training oft ungerecht zugehe: „Unsereins steht der Schweiß bis in die Tennissocken, während andere immer noch nach Granatapfel-Duschgel duften!“

An der Musikparodie auf Andreas Gabalier (Hilde Görtz) beteiligten sich die Gäste ausgelassen, während Karla Grimmer die Verspätung der Bahn auf die Schippe nahm. Schaffner: „Das sind Kinderfahrkarten. Da sehen Sie mal, wie lange wir schon auf den Zug warten!“ Die Leute kringelten sich vor Lachen, und die mittlere Garde der KG bot mit einer rasanten Tanzeinlage einen tollen Augenschmaus.

„Szenen einer Ehe“ stellten sodann Monika Lammertz und Karla Grimmer glaubhaft dar, bis „Der Stripper“ (Lydia Reuters, Hilde Görtz, Paula Herff, Ramona Goertz) die Jecken zu wahren Lachsalven hinriss. Elli Thomas und Monika Lammertz karikierten urkomisch „Tote Enten“, während „Reiche Russinnen“ (Paula Herff, Agnes Bosten) mit Akzent ihre Ansicht über Emanzipation äußerten.

Kölsche Lieder auf der Bühne

Quietschfidel mischte auch eine Band (Hilde Görtz, Lydia Reuters, Ramona Goertz, Monika Obspringen) den Saal mit „Kölschen Songs“ auf, während die „Wunderbox“ (Paula Herff, Agnes Bosten, Monika Schraudy, Monika Lammertz, Katja Reichert) zu grotesken Verhaltensweisen der Probanden führte. In „Funken suchen ein Zuhause“ (Elli Thomas, Hilde Görtz, Johanna Wagemann) wandte sich ein „abgewracktes, reinrassiges Fünkchen“ an die „Funkenhilfe Immendorf“.

Viel Spaß hatten die Gäste auch an den Parodien „Maite Kelly/Roland Kaiser“ (Ramona Goertz, Lydia Reuters), „Dick und Doof“ (Johanna Wagemann, Karla Grimmer) und „Clubb3“ (Hilde Görtz, Ramona Goertz, Lydia Reuters). Die schwarzgekleideten „Klageweiber“ (Agnes Bosten, Maria Zielemanns, Monika Lammertz) verabschiedeten einen Geisterfahrer mit den Worten: „Er war, das haben wir an ihm geschätzt, entgegenkommend bis zuletzt!“, und der Schwarzlicht-Tanz „Wilde Vögel“ (Agnes Bosten, Lydia Reuters, Ramona Goertz, Angelika Tietze, Katja Reichert, Gasttänzerin Tanja) krönte den Schluss.

Bei der „Neuen deutschen Welle“ im Finale sangen alle textsicher mit und ließen die unterhaltsame Sitzung mit viel Schunkeln ausklingen.

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