Geilenkirchen-Bauchem - Streetsoccer-Turnier: Pokal für Fairness und Respekt

Streetsoccer-Turnier: Pokal für Fairness und Respekt

Von: Andrea Schever
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Insgesamt zehn Mannschaften kämpften an diesem Tag um Tore und Punkte. Foto: Andrea Schever
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Beim Spiel Alemannia Zille Geilenkirchen gegen die Oase aus Erkelenz ging es rasant her.

Geilenkirchen-Bauchem. Sie hetzten einander hinterher, nahmen sich den Ball ab und bei allem sportlichen Ehrgeiz hatten die Jugendlichen noch riesengroßen Spaß dabei. Beim Streetsoccer-Turnier des Evangelischen Jugendreferats im Kirchenkreis Jülich traten zehn Mannschaften gegeneinander an, um am dritten Spieltag endlich um den Gesamtsieg zu spielen.

Organisiert wurde dieses Turnier vom evangelischen Jugendheim Zille in Geilenkirchen. Bei reichlich kostenloser Verpflegung und mit moderner Musik im Hintergrund spielte es sich für die jungen Sportlerinnnen und Sportler entspannt in der Bauchemer Sporthalle.

Nach den ersten zwei Spieltagen in Übach-Palenberg und Hilfarth fand nun das große Finale des Streetsoccer-Turniers statt. Seit neun Jahren treten dabei Mannschaften aus verschiedenen Jugendheimen an. Was einst als Streetwork-Projekt begann, lockt mittlerweile Mannschaften aus Oberbruch, Nörvenich, Übach-Palenberg, Gerderath, Erkelenz, Hückelhoven, Heinsberg, Geilenkirchen und Jülich an, um sich sportlich zu messen.

„Die Jugendlichen lernen hier viel“, erklärt Organisatorin Sibilla Gärtner vom Jugendheim Zille. „Sie erlernen Respekt, und sie lernen auch, mit Verlusten umzugehen und fair zu bleiben.“ Dass die Fairness bei diesem Turnier buchstäblich groß geschrieben wird, zeigen auch die Pokale: „Der Fairnesspokal, den das Team bekommt, das sich in allen Spielen am fairsten verhalten hat, ist deutlich größer als die anderen Pokale“, sagt Markus Bassauer, Jugendleiter aus dem Loonyday in Heinsberg.

Dass es bei dem Spiel fair und auffallend ruhig zugeht, merken auch die Schiedsrichter: „Wir bekommen immer einen Schiedsrichter vom Kreissportbund“, erklärt Markus Bassauer weiter, „und von denen haben wir gehört, dass sie immer gerne hier pfeifen kommen, da es so eine entspannte Atmosphäre ist.“ Zudem falle ihm der große Zusammenhalt und das Engagement der Spieler auf: „Wir haben eine Mannschaft dabei, von denen ein Spieler, ein Flüchtling, der Geilenkirchen verlassen musste. Die Jugendlichen haben sich selber organisiert und Spritgeld zusammengelegt, um ihn in seiner 150 Kilometer weit entfernten Unterkunft für diesen einen Tag abzuholen.“

Keine Security vor Ort

„Wir kommen hier zudem ganz ohne Security aus“, erzählt Sibilla Gärtner sichtlich stolz, „und das bei rund 100 Jugendlichen. Sie ergänzt: „In all den Jahren hatten wir nur ein einziges Mal Probleme, weil Spieler im Eifer des Gefechts aufeinander losgegangen sind. Aber ansonsten schaffen wir es stets durch den engen Kontakt zwischen Spielern und Betreuern, die immer am Feldrand sitzen, wenn die Mannschaft spielt, das ruhig zu halten.“

Mit von der Partie waren an diesem Tag auch die Promille-Scouts. Mit einem kleinen Parcour und speziellen Brillen wollten sie den Jugendlichen vor Augen führen, welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf Seh- und Fahrfähigkeiten haben kann. „Vor allem über die langfristigen Folgen wollen wir die Jugendlichen aufklären, wenn wir einmal mit ihnen im Gespräch sind“, sagte Markus Kaumanns, während er Brillen an ein paar Jungen reichte, die einen Alkoholwert von 0,8 bis 1,3 Promille simulieren sollen.

Größter Pokal des Tages

Nach über vier Stunden sportlichen Wettstreits war es endlich soweit, die Ergebnisse standen fest: Den Tagessieg in Geilenkirchen sicherten sich die ZAK Zoccers aus Erkelenz. Gesamtsieger der drei Turnieretage wurden Loonydayzockers aus Heinsberg. Sie haben zum ersten Mal an dem Turnier teilgenommen und zeigten über drei Turniere die konstanteste Leistung. Den zweiten Platz belegten die ZAK Zoccers und den dritten Platz die Mannschaft Fanta Energy aus Hückelhoven. Der Fairplay-Pokal ging an das Team VFL Oase. Auch die den gesamten Spieltag über anwesenden Malteser und der Schiedsrichter erhielten einen Pokal für ihr Engagement.

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