Stoffe, Speisen und Flieger beim 8. Kunsthandwerkermarkt

Von: Markus Bienwald
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Eine kleine Auswahl an ihren Modellen hatten die Jungs vom Modellflugclub (MFC) Ikarus mit zu den Vorführungen gebracht. Foto: Markus Bienwald
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Margret Schiffer hat als Korbmachermeisterin den richtigen Dreh natürlich längst raus.
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Farbenfrohe Blumen und Pflanzen für den heimischen Garten gab es natürlich auch.
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Wie hier Maria Hell (2.v.r.) zeigten viele Stoffhandwerkerinnen ihr Können.
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Bürgermeister Georg Schmitz deckte sich bei Renate Weßler mit selbst gemachter Marmelade ein.

Geilenkirchen. Helmut Ermer und die anderen Mitglieder des Modellflugclubs (MFC) „Ikarus“ Geilenkirchen haben Bürgermeister Georg Schmitz etwas voraus. „Wir haben schon unser ausgestelltes Flugzeug“, meinte der Geschäftsführer der Ikarusse mit einem Augenzwinkern beim Kunsthandwerkermarkt des Kulturamts der Stadt Geilenkirchen im Wurmauenpark.

Das war natürlich eine Anspielung auf die Awacs-Pläne für den Park. Da das Modell, ein etwa sechs Meter langer Airbus-Nachbau, am Eingang zum Flugplatzgelände des Clubs fest installiert ist, brachten die Modellbauer und -flieger nur das mit, was auch im Park wirklich praktikabel ist. „Wir haben hier nur wenig Platz“, so Ermer, „darum können wir nur kleine und leichte Flieger mitbringen“.

Darunter ist beispielsweise ein flugfähiges Styropormodell, das mit Motor und Akku flugfertige 160 Gramm auf die Waage bringt. „Der Nachteil ist, dass wir hier ein echtes Windproblem haben, denn bei entsprechenden Böen sind die leichten Flieger schnell weg“, sagte Ermer.

120 Aussteller

Dass die Gäste am Sonntag schnell weg waren, konnte hingegen niemand behaupten. Denn weder die Lücken bei den insgesamt angemeldeten 120 Ausstellern waren groß, noch ließ der Besuch lange auf sich warten. Schon kurz nach dem Startschuss eine Stunde vor Mittag war der wunderschöne grüne Platz richtig voll, und der eigentlich stattliche Parkplatz nebenan ebenso schnell geradezu überfüllt.

Ein gutes Zeichen für guten Besuch ist das immer, und wer rund um den zentral angelegten Teich im schönen Park schlenderte, hatte aufgrund des Besucherandrangs auch keine andere Wahl, als sich den Markt anzusehen.

Dass die Menschen sich in der eigentlich warmen Zeit dieses Jahres an das wechselhafte Wetter gewöhnt haben, zeigte die wetterfeste Kleidung. Dass es auch etwas Chichi sein darf, zeigten hingegen Menschen wie Maria Hell, die sich mit ihrer vornehmlich aus Filzstoffen bestehenden Handwerkskunst schon viele Jahre auf gleichartigen Ausstellungen zeigt. „Schauen Sie ganz in Ruhe“, lud die Geilenkirchenerin zum Besuch ihres schön ausstaffierten Standes ein. Aber nicht nur etwas zum Anziehen für jede Gelegenheit durfte hier bewundert werden.

Ein paar hundert Meter weiter legte Korbmachermeisterin Margret Schiffer selbst Hand an. „Bei mir können sie Körbe mitflechten“, lud sie zum Mitmachen ein, auch wenn sich das Geilenkirchener Publikum lieber aufs Anschauen und Mitnehmen konzentrierte.

Wer eher den musischen Dingen verfallen ist, konnte nicht nur live meist handgemachte Musik erleben. Auch lockten mitten im Grünen farbenprächtige Blumen und Pflanzen die Hobbygärtner an. Aber neben Schmuck für Körper, Heim und Garten, Kunst für alle Gelegenheiten oder auch den passenden Accessoires für Leib und Seele gab es auch leibliche Genüsse. Hier wurde man aber nicht nur an den Ergebnissen live ausgeübter Kochkunst satt, es gab auch viel zum Mitnehmen für Zuhause

. So zum Beispiel viele selbstgemachte Soßen oder auch Liköre. Da Letzteres für den eingangs erwähnten Flugzeugfan und Bürgermeister Georg Schmitz aufgrund seiner Abneigung gegen Alkohol nichts ist, gab es für ihn am Stand der selbst ernannten „Stolberger Burg-Kräuterhexe“ Renate Weßler aber noch andere Köstlichkeiten. „Ich bin ja bekanntermaßen ein riesiger Marmeladenfan“, gestand Schmitz und deckte sich vor Ort gleich mal mit den Sorten „Holunderblüte-Apfel“ und „Pflaume-Marzipan“ ein.

So gestärkt dürften die Amtsgeschäfte bestens von der Hand gehen, auch wenn es im Moment nur die Damen und Herren vom MFC Ikarus sind, die sich ihren Traum vom Ausstellungsflieger im Wurmauenpark erfüllen durften.

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