Stockschießen ohne Eis, aber mit Teamgeist

Von: mabie
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Konzentration, das Wissen um die Beschaffenheit der „Bahn” und des Belages sowie ein ganzes Stück Können gehörten auch beim „Bossel”-Turnier des Behinderten-Sportvereins Ubach-Palenberg dazu. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. Die Jahreszeit stimmt, nur die Temperaturen erscheinen einfach zu hoch. Allerdings ist der Sport, den der Behinderten-Sportverein (BSV) Übach-Palenberg, erst auf den zweiten Blick nicht von den Vorhersagen der Wetterfrösche abhängig.

Denn beim „Bosseln”, mit langem „O” gesprochen, sieht nur alles aus wie beim Eisstockschießen. Nur das Eis fehlt, so können die Aktiven aus Übach-Palenberg ihrem Sport auch in der Turnhalle nachgehen. Nun nutzten sie einen Teil der Vierfachturnhalle am Schulzentrum Comeniusstraße für ein Turnier mit befreundeten Vereinen.

Aus Baesweiler, Dahlem, Dormagen, Euskirchen, Jülich, Kohlscheid, Titz, Burscheid und Stolberg reisten die „Bossel”-Cracks an, um sich im Wettkampf zu messen. Nach den Begrüßungsworten von Turnierleiter Ferdi Walbeck und ein wenig Aufbauarbeit ging es dann los: Jeweils drei Spieler aus einer Mannschaft bildeten ein Team. Zielpunkt war ein roter Klotz am Ende der Bahn. Der musste entweder genau getroffen oder zumindest mit dem eigenen Pin möglichst nach „besucht” werden. Doch das war gar nicht so einfach. Die einige Kilo schweren Pins haben zwar schrubberähnliche Borsten an der Unterseite, die ein Gleiten ermöglichen.

Doch die Hallenböden, auf denen sich die „Bossler” messen, haben durchaus unterschiedliche Eigenschaften. „Wir trainieren hier immer, daher wissen wir schon genau, wie wir spielen müssen”, lächelt Jürgen Kastler von den Lokalmatadoren aus Übach-Palenberg.

Doch auch hier passt an diesem Abend nicht alles zusammen, mal ist der Wurf zu schwungvoll und schießt über das deutlich markierte Ende der Bahn hinaus, mal rollt der Pin auf die Seite und schwingt unkontrolliert. All das wird natürlich von einem erfahrenen Kampfrichterteam bewertet. Die holen auch schon mal das Maßband heraus, um herauszufinden, wer letztlich mit seinen Würfen am nächsten dran war.

Und da konnten die Übach-Palenberger leider nicht ihre im Training mit dem Belag gesammelten Erfahrungen ganz umsetzen. Denn am Ende lag Euskirchen vorn, wurden vor Stolberg und Burscheid auf dem Treppchen platziert. Aber das Ergebnis, das konnte man beim „Bosseln” in Übach spüren, scheint nur während des Wettkampfes das alles Entscheidende zu sein. Denn oft genug gab es lachende Gesichter und die Erkenntnis, dass Teamsport immer noch der schönste Sport ist.
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