Steuerberater vom Witwenbetrug freigesprochen

Von: Janou Müller-Beuermann
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Geilenkirchen. Das Landgericht Aachen hat einen ehemaligen Steuerberater aus Geilenkirchen vom Vorwurf freigesprochen, eine wohlhabende Witwe um 400.000 Euro betrogen zu haben.

Weil der 50-Jährige jedoch laut Geständnis in zwei anderen Fällen Kunden um rund 32.000 Euro erleichterte, verurteilten ihn die Richter zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe, deren Vollstreckung sie zur Bewährung aussetzten.

Im Fall der 82 Jahre alte Witwe eines Zahnarztes, ging es ursprünglich um mehrere Blankoschecks, die der Steuerberater zwischen den Jahren 2002 und 2005 ohne Einverständnis seiner Klientin mit Summen bis zu 70.000 Euro zu seinen Gunsten versehen haben soll.

Laut Aussage einer Ärztin leide die Witwe jedoch bereits seit Jahren an Demenz. Es sei davon auszugehen, so das Gericht, dass sie den Sachverhalt rund um ihren langjährigen Vermögensberater nicht zutreffend erfasst habe und ihn nun erst recht nicht mehr zuverlässig wiedergeben könne. Die Dame war nicht vernehmungsfähig.

In den übrigen Fällen hatte der Steuerberater versprochen, für seine Klienten Gelder steuerlich günstig anzulegen - zum Beispiel in Windkraftanlagen. Tatsächlich hatte er das Geld aber für sich ausgegeben. Der Angeklagte hat bereits in Teilen Wiedergutmachungszahlungen geleistet.

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