Stefan Mesaros SPD-Chef in Geilenkirchen?

Von: Udo Stüßer
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Setzt auf Teamarbeit, Transpar
Setzt auf Teamarbeit, Transparenz und fairen und respektvollen Umgang: Stefan Mesaros kandidiert für das Amt des SPD-Parteivorsitzenden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. SPD-Parteichef Dr.Joachim Möhring kandidiert nicht mehr für den Partei. „Aufgrund meiner neuen beruflichen Perspektiven und Veränderungen im privaten Umfeld hat sich gezeigt, dass meine persönlichen personellen Ressourcen nicht mehr ausreichen, die Funktion des Vorsitzenden weiterhin vernünftig wahrzunehmen”, erklärt er.

Seine Ratstätigkeit werde er zunächst weiter wahrnehmen. Sieben Jahre hat Möhring, Physiker, promovierter Mathematiker und beruflich beim IT. NRW (ehemals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW in Düsseldorf) tätig, die Funktion des SPD-Vorsitzenden wahrgenommen.

Der 13 Mitglieder umfassende Parteivorstand hat sich zwischenzeitlich einstimmig auf einen neuen Kandidaten geeinigt. Nach dem Willen des Vorstandes soll der derzeitige Schriftführer Stefan Mesaros das Amt übernehmen. Das letzte Wort haben allerdings die SPD-Mitglieder bei ihrer Versammlung am kommenden Montag, 5. März, 19.30 Uhr, im Hotel „Zum Stern”. Ein Gegenkandidat ist derzeit nicht in Sicht. Auch SPD-Fraktionschef Horst-Eberhard Hoffman steht hinter dem Kandidaten.

Stefan Mesaros, 1959 geboren, aufgewachsen im Übach-Palenberger Stadtteil Scherpenseel und heute wohnhaft in Geilenkirchen, ist Diplom-Sozialarbeiter und leitet seit 1989 eine Außenwohngruppe des Caritas-Verbandes in Randerath, in der neun Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren betreut werden. Politisch bezeichnet er sich als „absoluter Quereinsteiger”: „Sicherlich war ich politisch interessiert und informiert, aber nie aktiv in einer Partei. Wenn man etwas tut, sollte man es auch voll Power tun”, sagt er.

Vor drei Jahren ist er aber doch in die Geilenkirchener SPD eingetreten: „Die Wirtschaft brummt, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Die Schere geht immer weiter auseinander. da muss man gegensteuern. da darf man nicht nur meckern, da muss man was tun”, nennt er seinen Beweggrund. Als Vorsitzender der Geilenkirchener SPD möchte er gerne „aktiv mitmischen”. Dabei will er seine Politik nicht auf das soziale reduzieren. „Geilenkirchen braucht eine pragmatische, sozial gerechte und wirtschaftsorientierte Politik. Die sozialdemokratische Handschrift müsse erkennbar, die Politik aber auf Geilenkirchen zugeschnitten sein. Teamarbeit, Transparenz und ein fairer und respektvoller Umgang auch mit dem politischen Gegner, aber immer hart in der Sache gehörten, so Merasos, zu seinem politischen Stil.

Derweil blickt der 53-jährige Joachim Möhring auf seine siebenjährige Amtszeit zurück: „Wir haben es nach mehr als 60 Jahren geschafft, die CDU-Mehrheit zu brechen und einen weiteren CDU-Bürgermeister zu verhindern. Es war die SPD in Geilenkirchen, die das ehemalige Bürgermeister-Wahlbündnis mit den anderen im Rat vertretenen damaligen Oppositionsparteien initiiert, organisiert und zusammengehalten hat”, hält er als wichtigstes Ergebnis fest. Nun gehe es auch ohne Bündnis für die SPD darum, „nach einem jahrzehntelangen Stillstand weiterhin daran zu arbeiten, ein zukunftsfähiges Geilenkirchen zu schaffen”.

Die SPD habe in den letzten Jahren in Geilenkirchen frischen Wind wehen lassen. „Wir haben Anträge in den Stadtrat eingebracht, die aber zumeist von der CDU-Mehrheit mit der Arroganz der Mehrheit zurückgewiesen wurden”, übt er Kritik. der scheidende Parteichef hat auch grund zur Freude: „Seit Mitte 2008 haben wir einen Mitgliederanstieg von mehr als 20 Prozent zu verzeichnen. darunter ist die Mehrzahl jünger als 35 Jahre.” Eines seiner wichtigsten Anliegen sei es gewesen, die jüngeren Mitglieder, die JUSO, so zu reaktivieren, dass sie sich an der politischen Arbeit aktiv beteiligen.
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