Übach-Palenberg/Alsdorf - Statt flüssiger Umleitung nervt viele Autofahrer Stau auf der B57

Statt flüssiger Umleitung nervt viele Autofahrer Stau auf der B57

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
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Blechlawine auf der Bundesstraße: Die Baustelle in Boscheln hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrsfluss auf der B57 zwischen Alsdorf und Baesweiler. Bis zum 11. Dezember droht Staugefahr. Foto: Stefan Schaum

Übach-Palenberg/Alsdorf. Die Warnung war klar und deutlich. „Mit größeren Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen”, hatte der Landesbetrieb Straßen NRW vor Baubeginn an der Kreuzung der Bundesstraße 221 und der Landesstraße 232 an der Südspitze der Stadt Übach-Palenberg prognostiziert. Er sollte Recht behalten.

Zum Leidwesen vieler Pendler, die mit ihren Autos spätnachmittags auf der Bundesstraße 57 zwischen Alsdorf und Baesweiler unterwegs sind.

So ist im Berufsverkehr derzeit weniger ein dritter oder vierter Gang als vielmehr jede Menge Geduld gefragt. Nur im Kriechtempo geht es ab dem Kurt-Koblitz-Ring in Alsdorf nach Baesweiler, wo sich der Stau langsam auflöst, und weiter nach Übach-Palenberg.

Grund für diese Nervenprobe, die trotz der wenigen Kilometer gut und gerne etwa 30 Minuten dauern kann, ist die Baustelle in Boscheln. Dort lässt der Landesbetrieb Straßen NRW seit gut einer Woche die Fahrbahn im Kreuzungsbereich B221/L232 (Roermonder-, Anna- und Rochusstraße) sanieren. Wegen dieses Vollausbaus auf einer Länge von rund 270 Metern ist die Durchfahrt von Merkstein in Richtung Geilenkirchen nicht möglich, die Zufahrten sind gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet - über den Kreisverkehr auf die L240 Richtung Alsdorf und der B57.

So verwundert es nicht, dass sich in den werktäglichen Stau auf der Bundesstraße zahlreiche Autos auch mit Heinsberger Kennzeichen einreihen. Denn wer aus Richtung Aachen und Herzogenrath nach Übach-Palenberg, Geilenkirchen, Gangelt oder Heinsberg möchte, muss derzeit wohl oder übel auf die B57 ausweichen. Dort treffen die Autofahrer im abendlichen Berufsverkehr dann auf eine ohnehin stark ausgelastete Strecke.

Bis zum 11. Dezember, heißt es seitens der Behörde, sollen die Bauarbeiten in Boscheln dauern - keine gute Aussicht für die Pendler. Auf Anfrage unserer Zeitung verbreitet auch Christine Binz, Sprecherin der für die Baustelle in Boscheln zuständigen Straßen-NRW-Regionalniederlassung Niederrhein in Mönchengladbach, wenig Hoffnung.

Die derzeit ausgeschilderte Umleitungsstrecke könne eigentlich die aktuell doppelte Verkehrsbelastung auffangen, „eine Änderung von Ampelschaltungen oder eine zusätzliche Beschilderung kommt für uns nicht in Frage”. Schuld am Stauproblem, das dieser Tage bereits intern beim Landesbetrieb ein Stichwort war, seien teils die Autofahrer selbst. „Die biegen nach unserer Kenntnis nämlich in Baesweiler links in die Kapellenstraße Richtung Übach ab, auf der Abbiegespur kommt es zum Stau, der wiederum die gesamte Bundesstraße blockiert”, so Christine Binz.

Die Technik überlistet

Die offizielle Umleitungsstrecke sei aber über die L225 (Ludwig-Erhard-Ring) ausgeschildert. „Wenn dort alle fahren würden, sollte es nach unseren Berechnungen funktionieren”, appelliert die Behördensprecherin. Dort wird vermutet, dass auch die moderne Technik einem reibungsloseren Verkehrsfluss im Wege stehen könnte: Wer mit Navigationssystem fahre, werde möglicherweise in Baesweiler bereits über die Kapellenstraße Richtung Kreis Heinsberg geleitet. Ihr Tipp für alle Staugeplagten: „Navi abschalten, auf die Abkürzung verzichten und den Umleitungsschildern nachfahren!”
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