Startschuss für Umbauarbeiten am alten Bahnhofsgebäude

Von: g.s.
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Bürgermeister Andreas Borghorst (4.v.l. ), Architekt Edgar Krings (l.), sowie die Vertreter der Deutschen Bahn und der Stadt Geilenkirchen sind erfreut über den Beginn der Umbaumaßnahme Bahnhof. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Bürgermeister Andreas Borghorst war sichtlich erfreut, als er den Beginn der Umbaumaßnahme Bahnhofsgebäude Geilenkirchen präsentieren konnte. Lange hat es gedauert, bis auch die letzten „Hindernisse” beseitigt und Gespräche mit der deutschen Bahn geführt worden waren.

Vor wenigen Tagen hat die Firma „Bauma” mit der Entkernung des weit 110 Jahre alten Gebäudes begonnen, nachdem erste Absperrmaßnahmen bereits seit der vergangenen Woche auf das Bauvorhaben hinweisen.

Frank Klöcker und Elmar Heinrichs von der DB Station & Service AG sowie Carsten Kirchhoff von der Bahnflächen Entwicklungsgesellschaft NRW waren eigens für den Bekanntgabetermin aus Düsseldorf und Essen angereist.

Die Historie im Blick

Nachdem die Stadt Geilenkirchen das 1899 in Betrieb genommene Bahnhofsgebäude im Dezember 2008 von der Deutschen Bahn erworben hatte wird nun die vom Rat abgesegnete Baumaßnahme umgesetzt. Demnach wird der Bahnhof in den ursprünglichen, historischen Zustand „zurückversetzt” und zeigt sich nach Fertigstellung in früherer Pracht mit Fenster-Rundbögen und Verzierungen.

Bürgermeister Andreas Borghorst hob bei der Vorstellung des Projekts die gute Zusammenarbeit mit der DB hervor. „Gemeinsam mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft und der DB Station & Service ist es gelungen, ein tragfähiges Sanierungs- und Entwicklungskonzept aufzustellen”, blickte Borghorst zurück. Das Konzept basiere auf einem langfristigen Mietvertrag mit der DB und garantiere, dass aus dem heute wenig attraktiven Bahnhofsgebäude wieder eine vorzeigbare und belebte Immobilie entstehe. Das Bahnhofsgebäude sei für die Stadt Geilenkirchen ein wichtiges Eintrittstor.

Auf einer Gesamtnutzfläche von rund 800 Quadratmetern sollen neben der bereits bestehenden McDonalds-Filiale im Untergeschoss noch weitere Nutzungseinheiten für einen geplanten Store mit Reisezentrum und eine Bäckerei entstehen. Architekt Edgar Krings teilte mit, dass im Obergeschoss die Voraussetzungen für eine Büronutzung geschaffen werden.

„Der Fahrkartenverkauf findet im Geilenkirchener Bahnhof weiterhin statt”, sagte Klöcker zu. Mit fast 3000 Fahrgästen täglich zähle Geilenkirchen zu den wirtschaftlich starken Standorten. Diese Aussage erfreute Bürgermeister Borghorst erneut. Allerdings würden die Tickets in der „heißen Umbauphase” ab Herbst 2009 in einem Container angeboten, der dann in Höhe der Bike & Ride-Anlage platziert sei. Die Fertigstellung der mit 850000 Euro zu Buche schlagenden Baumaßnahme sei für Ende 2010 geplant.

Die Stadt Geilenkirchen erhält für den Bahnhofsumbau eine Förderung in Höhe von 257.000 Euro aus dem Stadterneuerungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach der angelaufenen Entkernung erfolgt die komplette Erneuerung des Daches, die Neugestaltung der Außenfassade und abschließend der Innenausbau.

Das McDonalds-Restaurant wird während der Umbauphase weiterhin geöffnet bleiben. Nach Fertigstellung folgt in einem 2. Bauabschnitt die Einrichtung von öffentlichen Toiletten im benachbarten ehemals von „Musik-Pur” genutzten Häuschen.

Am Rande der Vorstellung gab Carsten Kirchhoff mit der Einrichtung einer Park & Ride-Anlage am Bahnhof in Lindern ein weiteres Projekt bekannt. Hier soll auf etwa 5000 Quadratmetern der alten Bahnbrache zwischen den Bahnsteigen und dem Firmengelände Plum ein Parkplatz für Pendler eingerichtet werden.

Eine Machbarkeitsstudie läuft und ein Einplanungsantrag für Fördermittel wurde seitens der Stadt Geilenkirchen bereits gestellt. Eine Förderung von bis zu 85 Prozent kann für die Park & Ride-Anlage erwartet werden.

Nach den Sommerferien befassen sich die politischen Gremien mit der Flächenutzung. Die Planung beinhaltet eine neue Unterführung von der Park & Ride- Anlage zum Mittelbahnsteig.
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