Geilenkirchen-Gillrath - Starke Waffe gegen Hochwasser: Baubeginn für Überflutungsschutz

Starke Waffe gegen Hochwasser: Baubeginn für Überflutungsschutz

Von: Georg Schmitz
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Die Vertreter von Stadt, Kreis und Unternehmen - Gerd Latour, Hans Hausmann, Thomas Fiedler, Brigitte Molls, Franz Beemelmanns, Björn Schlun, Hans-Josef Bröhl - und der Bezirksregierung in Person von Hans Hunscheid (v.l.) setzen an zum ersten Spatenstich für das Hochwasserrückhaltebecken. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Der Schutz der Menschen vor Hochwasserereignissen genießt in Geilenkirchen hohe Priorität. Überschwemmungen des Rodebachs in Gillrath infolge starker Niederschläge haben in den 1990er Jahren gezeigt, wie wichtig Maßnahmen zur Verhinderung derartiger Hochwässer für die Zukunft sind.

Am Mittwoch wurde neben der Bergstraße in Höhe der Grundschule in Gillrath der erste Spatenstich für die beiden Hochwasserrückhaltebecken durch Vertreter von Bezirksregierung Köln, Kreis Heinsberg, Stadt Geilenkirchen und dem ausführenden Unternehmen Schlun vorgenommen worden.

Nach langer Zeit der Planung und des Genehmigungsverfahrens geht es nun um die Verwirklichung des für viele Bürgerinnen und Bürger wichtigen Projekts in Gillrath. Wie zum Beweis der Notwendigkeit eines „Hochwasserschutzes” setzte just zum offiziellen Termin starker Regen ein.

„Für mich ist dieser Spatenstich eine Premiere”, sagte Bürgermeister Thomas Fiedler am Bauplatz. „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass der Hochwasserschutz als großes Thema auf EU- Ebene angesiedelt ist”, ging er auf aktuelle Hochwasserrichtlinien der Europäischen Union ein. Eines dieser Kapitel werde mit der aktuellen Maßnahme nun in Geilenkirchen eröffnet.

Manfred Savoir, Leiter des Bauverwaltungsamts, verwies darauf, dass dieses Projekt im Verbundsystem von vier Rückhaltebecken zu sehen sei, die entlang des Rodebachs gebaut würden: „An vier Stellen werden Dämme errichtet. Die tiefer liegenden Felder dienen dann als Retentionsfläche.”

Beigeordneter Hans Hausmann erinnerte: „In Gillrath hatten wir schon die größten Probleme, was Hochwasser anbelangt.” Das konnte der damalige Bürgermeister Franz Beemelmanns nur bestätigen, denn dessen Kanzlei stand damals unter Wasser - wie so viele andere Gebäude auch.

„Die Betroffenen sind Ihnen dankbar, wenn sie vor Hochwasser geschützt werden”, sagte Björn Schlun für das bauausführende Unternehmen aus Gangelt. Man sei glücklich, gerade in der unmittelbaren Heimat zum Schutz der Menschen beitragen zu können. „Das Becken ist für ein 50-jährliches Ereignis ausgelegt. Es fasst rund 24.000 Kubikmeter Wasser”, nannte Tiefbauamtsleiter Hans-Josef Bröhl Zahlen. Beide zusammen fassen rund 43.000 Kubikmeter.

„Wir müssen leider damit leben, dass die Abstände zwischen den Hochwasserschüben kürzer werden”, bedauerte Bürgermeister Thomas Fiedler. Vor Jahren noch habe man von einem „Jahrhunderthochwasser” gesprochen, heute sei es ein „50-Jährliches”. Durch die beiden Rückhaltebecken - Gillrather Hof und Selfkantbahn - werden etwa 5000 Einwohner im Umland geschützt. Teveren und Grotenrath sind die beiden anderen Standorte für die Viererkette.

Auf gutes Gelingen stieß Thomas Fiedler in der Spatenstich-Runde an, qualitätsvoll mit einem „Bürgermeister-Schnaps” von Schwarzen Johannisbeeren, einer Destillerie-Eigenmarke von Franz Beemelmanns.
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