Städtepartnerschaft: Schüler setzen Zeichen der Verbindung

Von: Renate Kolodzey
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Schüler der Städtischen Realschule haben Kunst zur Städtepartnerschaft Geilenkirchen-Quimperlé gestaltet. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Wir wollten deutlich machen, wie eng die Beziehungen zwischen Geilenkirchen und Quimperlé sind und die Bevölkerung auf die Partnerschaft hinweisen“, meinte Peter Pauli, Leiter der Realschule Geilenkirchen, zu den fantasievoll gestalteten Bildern, groß wie Plakatwände, die kürzlich in der Unterführung des Geilenkirchener Bahnhofs aufgehängt wurden.

Schüler seiner Schule haben sie gestaltet – teils 15- bis 16-Jährige aus den 10er Klassen des Kunstkurses von Dr. Christiane Lork, teils 15-Jährige aus den 9er Klassen, die er selbst unterrichtet.

Auf einem der Bilder sieht man die evangelische Kirche und die Realschule von Geilenkirchen sowie die katholische Kirche und die Schule „College Jules Ferry“ von Quimperlé, dazu den roten Schriftzug „50 Jahre Freundschaft Geilenkirchen-Quimperlé“. Das zweite Bild verdeutlicht die große Entfernung der beiden Partnerstädte – beträgt sie doch über 1000 Kilometer. Auf einer Landkarte haben die Schüler den Weg von Geilenkirchen nach Quimperlé beschrieben – entweder über Paris, an der Küste entlang oder mit dem Flugzeug. Auch die Wappen der befreundeten Städte sind zu sehen sowie unter anderem stilisierte Bilder beider Schulen und ein buntes Herz, zusammengesetzt aus den Flaggen beider Länder.

Bei der Präsentation in der Unterführung waren auch Willi Davids, Vorsitzender des Vereins zur Pflege der Partnerschaft Geilenkirchen-Quimperlé, und Bürgermeister Georg Schmitz vor Ort. Davids freute sich, dass die Schüler „kreativ mit Hand und Kopf“ gewesen seien und Motive beider Städte mit eingebunden hätten. Lork schätzte, dass die jungen Künstler pro Plakatwand rund 90 Arbeitsstunden investierten – noch dazu in ihrer Freizeit.

Das Amt für Bildung, Kultur, Sport und Soziales der Stadt Geilenkirchen unter Leitung von Gort Houben mit seiner Mitarbeiterin Rebecca Harms sei auch stark in die Vorbereitungen involviert gewesen, sagte Pauli, „sie haben unter anderem das Material zur Verfügung gestellt und beim Aufhängen der Bilder geholfen.“

Bereits einige Tage vor der Präsentation in der Unterführung waren die Plakatwände dort befestigt worden, doch schon bei der Einweihung fehlten Teile der Collagen. Sie waren offensichtlich mutwillig demontiert worden. Aus diesem Grund würden bald Plexiglasplatten als Schutz darauf angebracht, betonte der Schulleiter.

Für die große Partnerschaftsfeier am Pfingstwochenende wurden die Bilder abgenommen, weil man sie als Dekoration in der Schule genutzt hat. Nun sollen sie aber dauerhaft in der Unterführung bleiben. Die Realschule sei im übrigen schon 51 Jahre bei der Städtepartnerschaft, betonte Pauli, denn Schüler, die vor 50 Jahren entlassen wurden, hätten den ersten Schüleraustausch gemacht.

Ihren Teil zur Vertiefung der Partnerschaft haben die jungen Kreativen nun auch beigetragen und rund zwei Wochen mit viel Elan an den Bildern gewerkelt. Ganz nebenbei hatten sie dabei auch etwas für sich selbst getan: „Wir haben die anderen besser kennengelernt, und es hat Spaß gemacht, im Team zu arbeiten“, meinte Philipp Hoven (16). Yasemin Seker (16) ergänzte: „Jeder hatte eigene Ideen, und verschiedene Stile in einem Bild zu vereinigen, war spannend!“ Auch zwei Schüler aus Sambia, die zur Eingliederung an der Schule sind, brachten sich ein. „Die Zusammenarbeit war super“, freute sich Pauli, „Kunst integriert!“

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