Geilenkirchen - Stadtteilentwicklung: Bauchem ein Vorbild für andere Kommunen

Stadtteilentwicklung: Bauchem ein Vorbild für andere Kommunen

Von: Manfred Hahn
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Auf viel Beifall stieß im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur der Vortrag von Melanie Hafers-Weinberg, die über den Stand der Quartiersentwicklung im Stadtteil Bauchem berichtete. Hintergrund war, dass die 2015 bewilligte Landesförderung für dieses Projekt im nächsten Jahr ausläuft, dass aber im Sinne der Nachhaltigkeit eine Fortführung für sinnvoll gehalten wird.

Der Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH, Hanno Frenken, hat sich dafür ausgesprochen, das Projekt auch nach Ende der Förderung fortzuführen und einen Großteil der Kosten zu tragen, wenn die Stadt eine jährliche Fördersumme von 25.000 Euro für die Quartiersentwicklung zur Verfügung stellt.

Als Quartiersentwicklerin hat Melanie Hafers-Weinberg, wie sie berichtete, alle Alteneinrichtungen, Vereine und Gruppen in Bauchem besucht und mit ihnen ebenso gesprochen wie mit den Bürgern. Dabei sei ein Netzwerk geschaffen worden, wie es für die Quartiersarbeit notwendig sei. Die Gespräche hätten auch gezeigt, dass das entstehende Sozialzentrum als wichtiger Treffpunkt für die Bewohner des Stadtteils auf große Akzeptanz stoße.

Auf viel Zustimmung stoßen nach den Ausführungen der Referentin auch die bereits gebildeten Gruppen des Quartiernetzwerkes wie zum Beispiel Bürgerstammtisch, Kaffeeklatsch oder Spielenachmittag. Ein großer Erfolg sei ein Rollator-Training mit fachgerechter Prüfung der Rollatoren gewesen ebenso wie zwei Gymnastikgruppen.

Geilenkirchen sei die einzige Kommune im Kreis, die Fördermittel für die Quartiersentwicklung erhalten habe und habe damit Modellcharakter. Andere Städte informierten sich im „Leuchtturm-Projekt Bauchem“, und die geleistete Arbeit sei auch vom Landesministerium gewürdigt worden.

Bei der Arbeit in Bauchem seien viele Ehrenamtler aktiv, sagte Melanie Hafers-Weinberg. „Wir nennen uns selbst die Kümmerer und wir blicken über den Tellerrand hinaus“, so die Quartiersentwicklerin. Damit würden nicht nur Senioren, sondern auch jüngere Menschen und Jugendliche angesprochen.

Aber, so die Rednerin weiter, „wenn wir das zurückschrauben, geht einiges verloren“. Für den vernünftigen Aufbau eines Quartiers benötige man sechs bis sieben Jahre. So sah das für die Verwaltung auch Hermann-Josef Lehnen vom Jugend- und Sozialamt.

Geilenkirchen könne froh sein, seinerzeit den Zuschlag für dieses Projekt erhalten zu haben. Wenn nun die Nachhaltigkeit leide, wäre das sehr schade. Lehnen warb dafür, die Kooperation mit der Franziskusheim gGmbH fortzusetzen.

Geradezu begeistert äußerten sich die Sprecher aller Fraktionen über die Arbeit und das Engagement der Quartiersentwicklerin und auch über ihren Vortrag. So sagte zum Beispiel der stellvertretende Bürgermeister Leonhard Kuhn an die Adresse von Melanie Hafers-Weinberg: „Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Feuer weiter lodert!“

Einstimmig beschloss der Ausschuss dann auch die Empfehlung an den Rat, die Verwaltung zu beauftragen, eine Vereinbarung mit der Franziskusheim gGmbH vorzubereiten und abzuschließen und die Quartiersarbeit nach Ende der Landesförderung mit jährlich 25.000 Euro zu unterstützen.

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