Stadtsportverein finanziell gut gewappnet

Von: Georg Schmitz
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Geilenkirchen. Vor dem Hintergrund leerer Kassen und desolater Haushaltslagen bei den Kommunen stellen sich immer mehr Sportvereine die Frage, was die Zukunft bringt. Das Gros der dem Stadtsportverband Geilenkirchen angeschlossenen 28 Vereine jedenfalls steht finanziell wie auch mit Blick auf die Anzahl der Mitglieder auf einer soliden Basis.

Das wurde bei einer Gesprächsrunde mit fünf Vorstandsmitgliedern des Dachverbands der Sportvereine deutlich. In diesem Zusammenhang lobte der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Heinz-Dieter Reinartz, die Stadt Geilenkirchen, der es bisher gelungen sei die Vereinsförderung in der bisherigen Form beizubehalten. „Wir hoffen, dass der Status Quo auch noch bleibt”, sagte 2. Vorsitzende Karin Hölscher. „Die Geilenkirchener Sportvereine verfügen über 6971 Mitglieder, davon sind 2566 Jugendliche”, verwies Beisitzer Uwe Großkopf auf die Bedeutung des Sports und machte zudem klar: „Ohne Ehrenamt wäre die Vereinsarbeit tot!”

Das habe die Stadt Geilenkirchen erkannt und auch bei der Sportlerehrung vor kurzem zum Ausdruck gebracht. Bürgermeister Thomas Fiedler hatte das Ehrenamt als eine wichtige Stütze des kulturellen und sozialen Lebens in der Stadt hervorgehoben.

Ehrenamt nicht zu beziffern

Die finanzielle wie auch materielle Ersparnis für die Kommunen durch die Einbringung der zahlreichen Ehrenamtler sei nicht exakt zu beziffern, aber enorm, ist sich Beisitzer Heinz-Josef von St. Vieth sicher. Durch funktionierende Vereine würde zudem die Attraktivität einer Kommune betont und gesteigert.

Dass die Sportvereine viel Eigenleistung einbringen, wusste auch Geschäftsführer Detlef Kerseboom, der als Mitarbeiter im Kulturamt täglich mit der Thematik befasst ist. Detlef Kerseboom geht davon aus, dass auch präventiv in den Sportvereinen viel geleistet wird.

Prävention war das Stichwort für Uwe Großkopf, der durch den Vereinssport die soziale Kompetenz der Jugend gestärkt sieht. „Das Sozialverhalten von Jugendlichen wird im Verein positiv beeinflusst, außerdem werden beim Sport in der Gruppe Aggressionen abgebaut”, so Uwe Großkopf. Dass sportliche Aktivität die Gesundheit fördere und zum allgemeinen Wohlbefinden beitrage, sei hinlänglich bekannt. Die aktive Präsenz im Sportverein gebe einem Kind Selbstvertrauen, sagte Karin Hölscher.

Hilfe an Sportstätten

Vorsitzender Heinz-Dieter Reinartz erwähnte auch das Engagement der Eltern und dem damit verbundenen Aufwand. Längere Autofahrten, nicht selten quer durch das Rheinland und weiter, wenn es um Turniere ginge, führten zu enormen Belastungen, nicht nicht nur in finanzieller Hinsicht. Um den Kindern ihre sportliche Betätigung zu ermöglichen, nähmen Eltern das aber gerne in Kauf.

„Die Vereine legen an Sportstätten auch selber Hand an und beseitigen nach Möglichkeit kleinere Mängel selber”, so der Vorsitzende weiter. Aber größere Schäden an Sportplätzen könnten die Vereine nicht beheben. Der „Ist-Zustand” in Geilenkirchen sei eigentlich in Ordnung, und nun würden die Sportvereine hoffen, dass es so bleibe.

Der Stadtsportverband arbeitet derzeit an einer Prioritätenliste für zukünftige Aktivitäten. Dazu zählen die Einführung eines Jugendbetreuer-Ausweises, einhergehend mit vergünstigten Preisen bei der Nutzung städtischer Einrichtungen.

Auch ein Austausch von Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Vereinen unter Einbeziehung von im sozialen Bereich tätigen Einrichtungen sei in Vorbereitung.
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