Geilenkirchen - Stadtsportverband verärgert: Konzept zur Vereinsförderung in der Kritik

Stadtsportverband verärgert: Konzept zur Vereinsförderung in der Kritik

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Kritik am Zustandekommen des Konzeptes zur Vereinsförderung in Geilenkirchen übte bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales, Sport und Kultur (BSSK) nochmals Karin Hölscher, Vorsitzende des Stadtsportverbandes Geilenkirchen.

Im Vorfeld und in der Ratssitzung sei mehrfach bemängelt worden, dass unter anderem die Ratsmitglieder nicht genügend und rechtzeitig über den Inhalt des sehr umfangreichen Konzeptionsentwurfes informiert worden seien, so dass eine intensive Beschäftigung mit der Thematik und die frühzeitige Einbindung beratender Mitglieder nicht zufriedenstellend möglich gewesen sei.

In ihrer Anfrage an die Verwaltung kritisierte Hölscher, dass im Vorfeld eine interne Arbeitsgruppe zur Konzeptionierung der Vereinsförderung in Geilenkirchen gebildet worden sei, „die aus Vertretern der Stadt und der Partei-Fraktionen bestand, jedoch ohne Einbindung etwaiger Vereinsinteressenvertreter als Zielgruppe“.

Statt die Ergebnisse dieser Arbeitsgemeinschaft dem Rat vorzustellen, sei kurzfristig ein BSSK-Ausschuss einberufen worden, um über einen fertigen Konzeptionsentwurf zu entscheiden, der kurze Zeit später schon unter Zeitdruck im Rat zur Entscheidung gestanden habe.

In ihrer Anfrage erinnerte Hölscher an die Sitzung des Sport- und Kulturausschusses vom 19. Februar 2013. In ihr sei beschlossen worden, „dass bei der kommenden Konzeptionierung der Vereinsförderung der Stadtsportverband Geilenkirchen zu beteiligen ist“. Durch die Verzögerung und Herausschiebung der Vereinsförderung bis zu diesem Jahr besitze dieser Beschluss immer noch Gültigkeit.

Thematik der Vereinsbezuschussung

Ausschussvorsitzender Marko Banzet (SPD) antwortete im Namen der Verwaltung: Die Behauptung des Stadtsportverbandes, es sei vorher eine interne Arbeitsgruppe gegründet worden, die aus Vertretern der Stadt und der Fraktionen bestanden habe, sei falsch. Richtig sei vielmehr, dass die Fraktionsvorsitzenden zweier Fraktionen im Vorfeld zur Beratung in den Ausschüssen das persönliche Gespräch mit dem Kämmerer zur Thematik der Vereinsbezuschussung gesucht hätten.

„Es hätte sowohl den anderen Fraktionen als auch dem Stadtsportverband freigestanden, ebenfalls das Gespräch mit dem Kämmerer in der Sache zu suchen“, sagte Banzet.

Der Beschluss des Sport- und Kulturausschusses aus dem Jahre 2013 sei aus Sicht der Verwaltung nicht mehr maßgeblich, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung im September 2016 damit beauftragt hatte, eine Neuregelung der Vereinsbezuschussung für das Jahr 2017 zu erarbeiten und diese dem Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur vorzustellen.

Darüber hinaus sei die Verwaltung durch Beschluss des Hauptausschusses im Mai 2017 beauftragt worden, die Vereinsförderung zu überarbeiten. „Der Stadtsportverband hatte im Rahmen der letzten Sitzung des BSSK die Gelegenheit, zum vorgelegten Konzept Stellung zu beziehen“, sagte Banzet.

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